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Michel erklingt erstmals nach 99 Jahren wieder

Kirche Michel erklingt erstmals nach 99 Jahren wieder

Nach 99 Jahren haben am Sonntag erstmals wieder alle zehn Glocken am Hamburger Michel geläutet. Mit einer Feierstunde auf dem Kirchplatz wurde zugleich die Aktion "So klingt Hamburg" beendet, die eine Spendensumme von 350 000 Euro erbracht hatte.

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Eine Glocke wird mit einem Kran auf den Turm der Kirche gehoben.

Quelle: Daniel Reinhardt/Archiv

Hamburg. Mit dem Geld konnten die beiden noch fehlenden Glocken - eine 860 Kilo schwere Friedensglocke und eine 1,7 Tonnen schwere Vaterunser-Glocke - im vergangenen Juni gegossen und im September im Michel geweiht werden. Im Ersten Weltkrieg hatte die Gemeinde neun der zehn Michel-Glocken abgeben müssen. Sie sollten zur Herstellung von Kanonen eingeschmolzen werden.

"Was Gebetsglocke war, wird nun eine Kundungsglocke für den Frieden", sagt Hauptpastor Alexander Röder in einem Video, das auf der Homepage des Michels abrufbar ist. Auch Dorel Reiß, die als Siebenjährige den Hamburger Feuersturm im Michel überlebte, kommt zu Wort: "Ich freue mich, wenn ich dabei sein darf, wenn die Glocken zum ersten Mal erklingen. Dass das Leid und die Wunden heilen, die der Krieg uns allen geschlagen hat, das finde ich wunderschön." Neben den sechs Läuteglocken im Turm hat der Michel nun wieder vier Uhrschlagglocken, zu denen die Friedens- sowie die Vaterunserglocke gehören.

dpa

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