18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Freistunde mit frischer Musik

Namika im RBZ Kiel Freistunde mit frischer Musik

Oha, da hätte es einen Eintrag ins Klassenbuch geben können, wegen Zuspätkommens! Ab 9.55 Uhr sollte Namika im RBZ Wirtschaft in Kiel, der letzten Station der „N-Joy-Schoolrocktour“, eigentlich loslegen. Doch erst eine halbe Stunde später kam der Pop-Shooting-Star auf die Bühne, um ein kurzes Konzert zu geben. Hier finden Sie das Video.

Voriger Artikel
Jette Steckel inszeniert „Kasimir und Karoline“
Nächster Artikel
Das Stadttheater als Magnet

Konzert der Soul-Pop-Sängerin Namika im RBZ Wirtschaft Kiel im Rahmen der N-Joy-School-Tour

Quelle: Thomas Bunjes

Kiel. Die Verzögerung war aber mitnichten Namikas Versäumnis, sondern hing mit einer Art Vorprogramm zusammen. In der üppig gefüllten, großen Mensa des Bildungszentrums am Ravensberg probieren die Jugendlichen noch, wie sie es trotz gespannter Erwartung hinkriegen, möglichst locker zu wirken, da dröhnen plötzlich metertiefe Brummelbässe aus den Boxentürmen, obendrauf dreht sich Blaulicht. Die ersten Smartphones werden gezückt und leuchten über den Köpfen, aber um 10.09 Uhr betritt zunächst N-Joy-Moderator Christian Fremy die Bühne, begrüßt Hunderte Schüler und staunt über den Auftrieb: „Kiel, wie viele seid ihr denn?!“ So gut besucht wie hier beim Finale im einzigen Auftrittsort in Schleswig-Holstein sei es auf der ganzen School-Tour nicht gewesen. Schulleiter Wulf Wersig wird auf die Bühne gebeten, wünscht den Schülern viel Spaß beim „vorgezogenen Nikolausgeschenk“.

Hier sehen Sie das Video:

Kommt jetzt Namika? Nein. Erst wird noch ein Info-Film gezeigt, in dem der NDR darüber aufklärt, warum Rundfunkbeiträge sinnvoll und notwendig seien. Die Schüler bleiben geduldig, kein Buhruf, kein Pfiff, viele schauen zu, manche konzentriert auf ihre Smartphones.

 „Hallo Kiel, seid ihr gut drauf?“ – um 10.25 Uhr Auftritt Namika samt Backgroundsängerinnen. Das zackige NA-MI-KA kommt als erstes Stück, wie alle weiteren im Halbplayback-Modus. Vereinzelt werden Arme geschwenkt, meist sind sie vor der Brust verschränkt oder Hände in den Taschen. „Ich war schon lange nicht mehr in der Schule“, erzählt Namika, „das ist ein komisches Gefühl. Ich bin froh, hier zu singen und nicht als Schüler hier zu sein.“ Dann fragt sie: „Seid ihr hellwach?“. Überleitung zum nächsten Titel, dem drängenden, an Seeed erinnernden Hellwach. Vorne fotografiert fleißig die Smartphone-Fraktion, hinten wird im Takt geklatscht.

 „Wo sind meine Kieler Mädels?, fragt Namika, „Arme hoch und Lärm machen!“ Kompliziert heißt das nächste Stück, die kommende Single. „Es heißt immer, Mädels seien kompliziert, aber das stimmt gar nicht, man versteht uns nur nicht.“ Darum geht es auch in dem Song. Es folgt das nostalgisch schwingende 90s Kids. „Wer erinnert sich noch an die 90er?“ Nun, die meisten hier dürften da noch im Kindergarten gewesen sein.

 Der große Hit Lieblingsmensch soll schon das letzte Lied der Freistunde sein, doch laut rufen sie nach Zugabe. Kurze Absprache, dann lässt Namika per Applausstärke abstimmen: noch mal NA-MI-KA oder lieber Nador? Nador kriegt mehr Beifall und kommt wie gewünscht, dann verlässt Namika unter Jubel die Bühne. „Hey Kiel, darauf könnt ihr euch was einbilden!“, ruft N-Joy-Moderator Fremy beim Abschied. „Es hat auf der ganzen Tour keine Zugabe gegeben.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Kultur 2/3