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Handschriften und Blickwinkel

Ausstellung im BBK-Pavillon Handschriften und Blickwinkel

Sie leben in Wedel, in Lütjensee bei Hamburg, in Kiel und Eckernförde oder im nordfriesischen Breklum, die neuen Mitglieder des BBK-Schleswig-Holstein.

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Marie Klabunde benutzt Dinge, die ihren Kontext verloren haben. Ihr Netz knüpfte sie aus alten Gummidichtungen.

Quelle: Jens Rönnau

Kiel. 15 Neue hat der 400 Mitglieder zählende Künstlerverband im vergangenen Jahr aufgenommen, zwölf davon geben jetzt im Brunswiker Pavillon mit aktuellen Arbeiten ihre „Visitenkarten“ ab.

 Mit Hayo Heye, Axel Nickolaus und Susanne Paasch sind auch drei Fotografen darunter. Während der Hamburger Heye mit der Kamera die Poesie seines Arbeitstisches dokumentiert, liefert Axel Nickolaus mit dem nachdenklichen Familienbild von Flüchtlingen ein Beispiel seiner Stärke als Bildjournalist. Überraschend dagegen Susanne Paasch und ihre inszeniert und beinahe altmeisterlich wirkenden eigenwilligen Kinderbilder, die nicht nur durch handwerkliches Können überzeugen, sondern durch den anderen Blick für sich einnehmen.

 Wenn von Künstlerbiografien die Rede ist, dann fällt schnell der Begriff des Brotberufs, ohne den eine freischaffende Existenz nur schwer denkbar ist. Einer, der sich von eben diesem Brotberuf gerade verabschiedet hat, ist der Wedeler Jared Bartz, der nach seinem Architekturstudium in Büros im In- und Ausland gearbeitet hat und zudem in Feldern von der Möbeltischlerei bis zum Industriedesign tätig war. Jetzt folgt er seiner Neigung als freischaffender Bildhauer. Im Pavillon stellt er sich mit einem eher klassischen Porträtkopf vor, denn das Menschenbild ist sein Thema.

 Radikaler in ihren Mitteln ist Muthesius-Studentin Marie Klabunde, die ausgesonderte schwarze Gummidichtungen verknüpft und als kraftvolle Zeichnung in den Raum stellt. Dass die Bandbreite unter den Mitgliedern breit ist, machen andere Beispiele in der Mitgliederschau deutlich. Sie reicht von solchen selbstbewusst freien Positionen bis hin zu konventionellen Ausdrucksmöglichkeiten am Rande des Dekorativen oder Angewandten. Unter dem Dach des Berufsverbands ist eben Platz für die unterschiedlichsten Temperamente und Spielklassen.

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