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Neues Modell für Eutiner Festspiele

Oper Neues Modell für Eutiner Festspiele

Über neue Strukturen war im Sommer häufiger gesprochen worden, als es bei den Eutiner Festspielen um die Personalie der Geschäftsführerin Sabine Kuhnert zum Konflikt unter Beiräten und Gesellschaftern der Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) kam. Der Zwist wurde schließlich beigelegt, der Vertrag um ein Jahr verlängert.

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Für die Eutiner Festspiele zeichnet sich nun ein Gesellschafterwechsel ab.

Quelle: Orly Röhlk

Eutin. Um die Lage nachhaltig zu befrieden und abzusichern, zeichnet sich nun ein Gesellschafterwechsel ab. Die Cautus Vermögensverwaltungsgesellschaft mit ihrem Geschäftsführer Mirko Stemmler als Eigentümerin der Opernscheune will gemeinsam mit dem Technischen Direktor der Festspiele, Arend Knoop, und dem bisherigen Beirat Joachim Scheele die WVE als Gesellschafter der gGmbH ablösen.

Der Vorstand der WVE, so hieß es nach der jüngsten Sitzung, stehe hinter dieser Perspektive. Man wolle sich wieder verstärkt dem Kerngeschäft widmen, nachdem die Kaufleute im Jahr 2011 die Eutiner Festspiele aus der Insolvenz gerettet und mit viel Herzblut in sichere Bahnen geleitet hatten. Ende November sollen die Mitglieder auch über den Kaufpreis abstimmen, dann schnell Verträge gemacht werden. Da sich sowohl der Autohändler Knoop als auch der Ingenieur Scheele im Sommer klar zur Festspielspitze mit Intendantin Dominique Caron und Geschäftsführerin Sabine Kuhnert bekannt hatten, dürfte das Übernahmeangebot auch in der Festspielleitung Anklang finden.

Zumal die 66. Spielzeit im Jahr der Landesgartenschau von besonderer Bedeutung ist: Das Angebot wurde, wie berichtet, entsprechend ausgeweitet – mit Freischütz, Carmen und Der Vogelhändler stehen ab 24. Juni drei Produktionen auf dem Spielplan, dazu ein umfangreiches Rahmenprogramm. Arend Knoop ist optimistisch: „Der Streit ist Schnee von gestern“. Er setzt auf ein gutes Team und stabilisierte Strukturen, wie sie im Sommer auch die Zuschussgeber unüberhörbar gefordert hatten. Und baut weiter am Bühnenbild für 2016.

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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