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Note für Note auf Spurensuche

Brahms-Forschung Note für Note auf Spurensuche

Die Forschungsstelle der Johannes Brahms Gesamtausgabe an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat der Öffentlichkeit wieder vier neue Notenbände aus dem gesicherten Schaffen des romantischen Komponisten zugänglich gemacht.

Kiel. Projektleiter Professor Siegfried Oechsle und das Team der Forschungsstelle haben damit inzwischen 24 von den 65 geplanten und aufwändig recherchierten Bänden fertig gestellt.

 Die neue Gesamtausgabe zieht sämtliche erreichbaren Werkquellen heran. Auch fragmentarisch überlieferte Kompositionen, Entwürfe und Skizzen von Brahms werden gesammelt, in ihrer Bedeutung untersucht und angemessen dokumentiert. In den neuen vier Bänden legen drei der vier Mitglieder der Kieler Brahms-Forschungsstelle – Dr. Katrin Eich, Dr. Johannes Behr und Dr. Jakob Hauschildt – sowie als externer Herausgeber der US-Amerikaner George S. Bozarth die Editionen eines Klavierauszugs vom Zweiten Klavierkonzert B-Dur op. 83, Klaviersonaten, Klavierarrangements der drei Streichquartette op. 51 und 67 sowie Orgelwerke des Komponisten vor.

 Sehr schwierig gestaltete sich für Katrin Eich zum Beispiel die Aufarbeitung der Klaviersonaten: Kompositorisch relevante, nachträgliche handschriftliche Änderungen in Brahms‘ Handexemplaren waren bislang nicht immer eindeutig auf den Komponisten selbst zurückzuführen. Jetzt aber finden sich diese zweifelhaften „Korrekturen“, die seit mehr als 120 Jahren in vielen Drucken auftauchen, nur noch in den Fußnoten. cst

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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