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Mit Chopin in die neue Saison

Streiber-Konzertsaison Mit Chopin in die neue Saison

Die traditionsreiche Abonnementsreihe der Streiber Meisterkonzerte schrumpft: In der 143. Saison 2016/17 sind es nun nur noch vier Abende, die von der Kieler Konzertdirektion im leider längst nicht mehr gefüllten Saal am Schloss gewagt werden.

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Solist im ersten Konzert: Der aus der Ukraine stammende Pianist Alexej Gorlatch eröffnet die Reihe mit Chopin.

Quelle: Foto: Monika Lawrenz

Kiel. Das Niveau des Geplanten mag nach Papierform und im Vergleich mit dem Vorjahr eine leichte Delle aufweisen, hat aber durchaus Interessantes zu bieten. Das gilt insbesondere für den Solo-Auftakt mit Alexej Gorlatch, mit dessen immensen, vom Gewinn des ARD-Wettbewerbs bestätigten Klavierkünsten die Musikfreunde Kiel 2011 ihre damals neue Reihe „Klassisch beflügelt“ eröffnet hatten. Der 1988 in Kiew (Ukraine) geborene, aber schon seit 1991 in Deutschland lebende Pianist spielt am 31. Oktober ein schönes Programm mit den bedeutendsten Tastenwerken Frédéric Chopins.

 Immerhin aus New York und mit Absolventen der Julliard School bestückt reist am 6. Dezember das Arcos Orchestra an. Sein Dirigent Christopher Lyndon-Gee dirigiert Anspruchsvolles von Mozart, Beethoven und Janacek hat sich den Cellisten Benedict Klöckner für Schumanns feines Cellokonzert gesichert. Dass Klöckner gerne von besonders Cello-kundigen Dirigenten wie Heinrich Schiff, Daniel Barenboim oder Michael Sanderling gebucht wird, spricht wahrlich für sich.

 Das Deutsche Kammerorchester Berlin mischt in der konkurrenzstarken Hauptstadt mit interessanten Programmen recht erfolgreich in der zweiten Reihe mit. Sein Konzertmeister Gabriel Adorjan präsentiert am 23. Januar ein reines Mozart-Programm mit eher frühen Werken des Salzburgers – und ungewöhnlicherweise gleich zwei jungen Pianistinnen für die Konzerte Jeunehomme und A-Dur KV 414: gut möglich, dass Annika Treutler und Magdalena Müllerperth dann als Zugabe mit einem Satz aus dem Doppelkonzert KV 365 erfreuen – wie am Tag zuvor im Konzerthaus Dortmund.

 Das Konzertformat Text und Musik wird schließlich am 4. April bedient, wenn die wunderbare Schauspielerin Fritzi Haberlandt, Thalheimers Lulu und Luise Miller, aus der Tagebuch-Perspektive von Mozarts Constanze das Leben des Wiener-Klassik-Genies beleuchtet. Die passionierten Kammermusiker Ulf Schneider und Stephan Imorde spielen dazu Violinsonaten.

 In den parallel aufgelegten vier Streiber-Konzerten mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester mag es, wie berichtet, an „Pultchefs“ wie Thomas Hengelbrock oder Bernstein-Preisträger Krzysztof Urbanski mangeln. Mit dem steil Karriere machenden Chinesen Yu Long oder Marc Minkowski, allemal eine Art Hengelbrock Frankreichs, sind schon im Herbst (am 3. und 27. November, letzteres schon um 20 Uhr) ganz hervorragende Dirigentenpersönlichkeiten zu Gast. Außerdem locken Solisten wie der französische Pianist Jean-Yves Thibaudet oder die norwegische Geigerin Vilde Frang in die kleine, aber noch stabile Serie.

www.meisterkonzerte-kiel.de

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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