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Von Macht und Magie

„Krabat“ im Werftpark Von Macht und Magie

Kiel. Ein gewaltiges Mühlrad liegt auf der Bühne im Werftparktheater. Astrid Großgasteiger inszeniert hier "Krabat". Am Sonnabend ist Premiere des Theaterstückes nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Otfried Preußler, das vom Umgang mit einer autoritären Macht erzählt.

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Auch ein gewaltiges Mühlrad auf der Werftpark-Theaterbühne steht für den Macht-Aspekt: Astrid Großgasteiger (re.) studiert mit Lasse Wagner und Pia Leokadia „Krabat“ ein.

Quelle: Björn Schaller

Kiel. Lasse Wagner spielt den Waisenjungen, der in einer Mühle im Wald bei einem geheimnisvollen Meister (Sebastian Kreuzer) nicht nur das Müllerhandwerk, sondern auch die schwarze Kunst der Magie erlernt. Pia Leokadia ist Kantorka, die Krabat und seine Leidensgenossen am Ende durch die Kraft ihrer Liebe aus den dunklen Fängen des Meisters erlöst.

Astrid Großgasteiger hat in ihrer Inszenierung das Personal reduziert, der Fokus liegt auf Krabats innerem Konflikt. „Er ist eine relativ schwierige Figur, die nur durch andere weiterkommt“, so die Regisseurin. Sie präsentiert aus dem „Kollektiv der Müllerburschen“ einzelne Figurentypen, die auf unterschiedliche Weise mit dem System des Meisters umgehen. Da ist einer, der sich verstellt, ein Opportunist oder einer, der kämpft und dafür sterben muss.

Astrid Großgasteigers Inszenierung wendet sich an Kinder ab zehn Jahren „Der politische Aspekt ist schnell verständlich. Da gibt es ein hierarchisches Prinzip, so etwas kennt man von der Schule. Die Regeln sind jedoch willkürlich.“

Auch die Bühne spielt mit dem Machtaspekt, unter anderem in Gestalt des gewaltigen Mühlrades. Ausstatter Karl-Heinz Steck ist außerdem für das Spiel mit der schnellen Verwandlung zuständig. Dafür, dass die Zauberei nicht zu kurz kommt, hat Jens-Peter Geuther gesorgt. Der Leiter des Magischen Zirkels Kiel hat den Schauspielern ein paar Tricks beigebracht.

Junges Theater im Werftpark. Premiere am Sonnabend, 7. Oktober, 18 Uhr


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