17 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Voller Energie nach Salzwedel

Pay Pandora siegten beim Local Heroes Landesentscheid Voller Energie nach Salzwedel

Die Reise nach Neumünster hat sich gelohnt für die Heider Band Pay Pandora: Sowohl beim Publikum als auch bei der Jury (Stefan Schmidt und Björn Hildebrandt) lag das authentische Heavy-Rock-Quartett vorn und fährt als Landessieger zum Local Heroes Bundesfinale am 5. November nach Salzwedel.

Voriger Artikel
Außergewöhnliche Klangfarben
Nächster Artikel
Ester Rada: Heißer Soul-Jazz aus Nahost

Doppelte Frauenpower und begeisterte Fans in Neumünster: das Quintett Kahuna aus Elmshorn.

Quelle: kpb:KAI-PETER BOYSEN

Neumünster. Mehr als 200 Besucher zählte das Nachwuchsbandfinale in der Werkhalle Neumünster – ein guter Wert, zumal keine der (ursprünglich) sechs Finalbands aus Neumünster stammt. Vorrunden gab es diesmal nicht, was dem demographischen Phänomen geschuldet ist, dass die derzeitigen Jahrgänge weniger selbst zu den Instrumenten greifen. Aber: „Hey, Hey, My, My, Rock’n’Roll can never die“ sang schon Neil Young und so war dieses Finale stark von den härteren Klängen geprägt.

 Das schwere Los der ersten Band zieht die Flensburger Formation DieTone mit einer bunten und groovenden Alternative-Metal-Mischung und sich damit achtbar aus der Affäre. Die ruhigeren Töne bevorzugen Herr Nüchternd aus Kiel mit angerocktem Pop zur Stimme und Akustikgitarre von Nico Chavez. Songs wie „Berlin“ oder Sag bloß wir zwei machen gespannt auf weitere Geschichten aus dem Leben des bärtigen Nicht-Hipsters, die von E-Gitarrist Malte bisweilen auf der Harp begleitet werden.

 Als Pay Pandora danach in die heiße Bühnenluft treten, knistert es spürbar, denn der Vierer um Sängerin und Gitarristin Chiara ist energiegeladen und unbedingt willens, das Haus zu rocken. Eine kraft- und gefühlvolle Stimme der Sängerin, wuchtige Drumschläge zum coolen Bass, das Ganze fett angebraten von Gitarrist Thies, der zu packenden Riffs eine amtliche Show auf die Bühne legt. Fünf Fans sind aus Dithmarschen mit angereist, die 72 übrigen Publikumsstimmen erspielt sich das Quartett selbst. „Die Stimme war Hammer, die Bühnenshow authentisch, es waren eindeutige Gänsehautmomente dabei und die Hooks in den Refrains waren super – es passte einfach alles“ urteilt Organisator und Jury-Mitglied Stefan Schmidt vom Kieler Musikmarkt InSound.

 So sicher wie Pay Pandoras Sieg ist der zweite Platz für das Quintett Kahuna aus Elmshorn, das mit doppelter Frauen-Power von Sängerin Maya und Gitarristin Mia ebenfalls viel Energie versprüht, eine gute Alternative-Rockshow hinlegt, lediglich „melodisch noch zulegen kann“, wie Stefan Schmidt meint. „Local Heroes – bisher der beste, fairste und angenehmste Contest, den wir mitgespielt haben“, urteilt die Band auf Facebook.

 Gesundheitliche Probleme eines Bandmitglieds machen den Auftritt von Sergeant Dystopia unmöglich, daher müssen die Power-Metaller Firth Of Drangiss aus Kiel früher als geplant ans laute Werk. Optisch aufwendig mit rußgeschwärzter Haut, schwarzem Outfit und einer mit Body Paint gestylten Tänzerin wandeln Sängerin Marit und ihre Jungs zum Abschluss auf sinfonischen Pfaden von Bands wie Powerwolf.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Kultur 2/3