19 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Früh gereifte Fingerfertigkeiten

SHMF Früh gereifte Fingerfertigkeiten

Sonja Kowollik hat beim Schleswig-Holstein Musik Festival den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis der Sparkassen-Finanzgruppe erhalten. Sie setzte sich in dem Wettbewerb dreier Pianisten beim »Musikfest auf dem Lande« in Pronstorf durch. Der Publikumspreis ging an den Lübecker Constantin Schiffner.

Voriger Artikel
Kein Strich ohne eine eigene Idee
Nächster Artikel
Mit ernstem Brahms zum Sieg

Sonja Kowollik im virtuosen Kampf mit Strawinskys "Danse infernale" aus dem "Feuervogel"-Ballett.

Quelle: Axel Nickolaus

Pronstorf. Drei Erste Bundespreisträger von "Jugend Musiziert" spielten um die Gunst der Jury und des Publikums. Sie wurden Mitte Mai ausgewählt und zum Musikfest eingeladen. Die erst 16 Jahre alte Sonja Kowollik überzeugte die Jurymitglieder Gyde Opitz (Sparkassen-und Giroverband für Schleswig-Holstein), Christian Kuhnt (Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festival), Christian Strehk (Kulturredaktion Kieler Nachrichten) und Ulrike Payer (Pianistin) mit ihrer "ausbalancierten Anschlagskultur, feinstem Gespür für musikalische Liniengestaltung und sympathischer Souveränität". Das galt inbesondere für die fünf letzten der "24 Préludes op. 28" von Frédéric Chopin.

Sonja Kowollik wurde 2001 geboren und wird seit 2015 an der Jugendakademie Münster von Michael Keller im Fach Klavier und seit 2016 von Midori Goto im Fach Violine unterrichtet. 2013 wurde bereits ihrem Trio der Sparkassen-Förderpreis verliehen, und es erhielt einen Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. Constantin Schiffner
wurde 1999 als sechstes von sieben Kindern in Lübeck geboren und wird seit seinem sechsten Lebensjahr im Fach Klavier von Vadim Goldfeld an der Lübecker Musikschule unterrichtet. Er spielte unter anderem Franz Liszts opulente "Rhapsodie espagnole". Die beim Wettbewerb diesmal knapp leer ausgegangene Pianistin Wei-Ting Chou, 2000 in Hsinchu, Taiwan, geboren, hatte besonders mit einer fantasievoll und frisch gestalteten Haydn-Sonate sowie einer kristallklaren Debussy-Interpretation begeistert.

Von Christian Strehk

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Kultur 2/3