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Film über den "Fall Barschel" im Februar

Politthriller Schleswig-Holstein Film über den "Fall Barschel" im Februar

Der politische Sturz und der mysteriöse Tod des CDU-Politikers Uwe Barschel haben im Herbst 1987 die Bundesrepublik erschüttert. Das Geschehen von damals liefert den Stoff für einen Spielfilm, den die ARD Anfang Februar zeigen wird.

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Die Hauptrollen im "Fall Barschel" (v.l.n.r.): Alexander Fehling, Matthias Matschke und Fabian Hinrichs.

Quelle: Christian Charisius/dpa

Hamburg. „Das Bild des tot und bekleidet in einer Badewanne liegenden Uwe Barschel hat von Anfang an einen starken Sog auf mich ausgeübt“, sagte Regisseur Kilian Riedhof am Dienstag in Hamburg im Blick auf den 180-minütigen Polit-Thriller. Den ehemaligen Kieler Ministerpräsidenten verkörpert in dem Zweiteiler Matthias Matschke.

180-minütiger Polit-Thriller

Barschel war in einen beispiellosen Skandal verstrickt: Kurz vor der Landtagswahl 1987 wurde publik, dass ein Referent aus seiner Staatskanzlei den SPD-Oppositionsführer Björn Engholm bespitzeln ließ und ihn mit weiteren üblen Tricks unter Druck gesetzt hatte. Barschel musste zurücktreten. Wenige Wochen später fand ein Journalist seine Leiche in einem Hotelzimmer in Genf. Das Foto mit dem Toten in der Badewanne ging um die Welt. Ob der 43-Jährige ermordet wurde oder aus eigenem Willen starb, ist bis heute ungeklärt. „Die Tragödie von Uwe Barschel ist zutiefst menschlich“, sagte Regisseur Riedhof.

An der Frage Mord oder Suizid entzweien sich in dem ARD-Film auch zwei Journalisten, deren Hauptrollen mit Alexander Fehling und Fabian Hinrichs besetzt sind. „Der Fall Barschel“ wurde auf dem Filmfest München 2015 mit dem Bernd Burgemeister Fernsehpreis geehrt.

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Serie Ehemaligentreffen: Björn Engholm
Foto: „Es gab einen enormen Erwartungsdruck, und wir konnten ihn erfüllen“: Ex-Ministerpräsident Björn Engholm über seine Regierungszeit, die 1988 mit einem fulminanten Sieg bei der Landtagswahl begann und 1993 mit seinem Rücktritt endete.

In der Diele der Lübecker Altbau-Villa spielt klassische Musik. Im hellen Wohnzimmer, umgeben von abstrakter Kunst, sitzt Björn Engholm. Er spricht über das Leben und die Politik jenseits des Tagesgeschäftes. Ab und zu zieht er nachdenklich an seinem Zigarillo, neigt den Kopf leicht zur Seite, scheint ganz auf seine Besucher konzentriert. Der frühere Ministerpräsident, SPD-Parteichef und designierte Kanzlerkandidat gibt sich genau so, wie man ihn in Erinnerung hat.

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