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Ralf Klöter: Nun Hamburg statt Kiel

Vom Nationaltheater an die Staatsoper Ralf Klöter: Nun Hamburg statt Kiel

Diese Nachricht dürfte am Theater Kiel gemischte Gefühle hevorrufen: Ralf Klöter bekommt an der Hamburgischen Staatsoper den Spitzenjob des Geschäftsführenden Direktors und wird das Haus ab 1. August 2017 als „dritter Mann“ gemeinsam mit Opernintendant Georges Delnon und Ballettintendant John Neumeier führen.

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Hamburg. Klöter war 2006 bis 2011 kaufmännischer Direktor der Kieler Bühnen und wollte bis vor zwei Monaten vornehmlich aus privaten Gründen eigentlich auch wieder hierhin zurückkehren. Das Kiel-Comeback war über Monate praktisch ausverhandelt, als er einen jähen Rückzieher machte und damit Generalintendant Daniel Karasek und GMD Georg Fritzsch düpierte, die sich klar zu Klöter und damit zugleich gegen den derzeitigen Posteninhaber Jörn Sturm bekannt hatten. Ein begehrter Mann: Auch in Mannheim, wo Klöter derzeit als Geschäftsführender einer der fünf Intendanten des Nationaltheaters ist, wollte man Mitte Mai noch seinen Vertrag bis 2022 verlängern.

 Beim Theater Kiel wurde die Stelle des kaufmännischen Direktors unmittelbar nach dem überraschenden Rückzieher vom Neckar ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist ist mittlerweile abgelaufen, die Resonanz soll, wie man hört, eher mager ausgefallen sein. Der Einstellungstermin 1. April 2017 liegt noch in der kommenden Spielzeit – üblich sind wesentlich langfristigere Ausschreibungen.

 Das muss Klöter nicht mehr anfechten: „In einer Theaterstadt wie Hamburg tätig sein zu dürfen, ist ohnehin schon großartig, an einem so traditionsreichen und leistungsfähigen Haus wie der Hamburgischen Staatsoper zu arbeiten, ist aber eine ganz besondere Ehre für jeden Theatermann“, sagte der 1964 in Wuppertal geborene Betriebswirt gestern laut hanseatischer Kulturbehörde.bkm

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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