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Pergamonaltar als digitales 3D-Modell

Renovierung Pergamonaltar als digitales 3D-Modell

Eine Durststrecke: Bis zum Jahr 2019 ist der berühmte Pergamonaltar auf der Berliner Museumsinsel nicht mehr zu sehen. Das achte Weltwunder der Antike bleibt wegen Renovierungsarbeiten unter Verschluss.

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Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, stellt in der Rotunde des Alten Museums in Berlin ein digitales 3D-Modell des Pergamonaltars vor.

Quelle: dpa

Berlin. Als Ersatzbefriedigung haben Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt und Rostock jedoch ein faszinierend genaues 3D-Modell des hellenistischen Meisterwerks erstellt – als digitale Anwendung und mit reizvollen Schatten-und-Licht-Effekten. „Damit kann eines der bedeutendsten Denkmäler der Antike auf eine ganz besondere Weise neu erlebt werden“, sagte Hermann Parzinger, Präsident der verantwortlichen Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Zwei Wochen vor der Teilschließung des Pergamonmuseums im Herbst 2014 scannten Fachleute den mehr als 2000 Jahre alten Altar in einem hochkomplizierten Verfahren ein: Das 113 Meter lange originale Wandrelief wurde zeilen- und spaltenweise genaustens abfotografiert. Ein Laserscanner erfasste den ganzen Raum. Zusammen lieferten die Ergebnisse ein digitales Modell, das sich aus 580 Millionen Dreiecken zusammensetzt. Hochauflösend soll es bei einer noch nicht genau terminierten Ausstellung im Hof des Pergamonmuseums gezeigt werden.

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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