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Rheinsberg-Arbeit als Geschenk

Stadtgalerie Rheinsberg-Arbeit als Geschenk

Freunde, Weggefährten und Förderer waren gestern in die Stadtgalerie Kiel gekommen, um der neuen Direktorin Iwona Bigos die erste Neuerwerbung für ihr Haus offiziell zu übergeben.

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Stadtgalerie-Direktion Iwona Bigos und Peter Kruska (r.) mit den Unterstützern des Ankaufs der Arbeit von Raffael Rheinsberg (v. l.): Tina Schwichtenberg, Jens Rönnau, Reinhard Take, Rolf Johanning, Bernd Brandes-Druba und Merle Zeigerer (Provinzial).   

Quelle: Björn Schaller

Kiel. Raffael Rheinsbergs 1983 während seines New Yorker PS1-Stipendiums entstandene Arbeit New York Post geht nun dank der Initiative von Jens Rönnau und Rolf Johanning in den Besitz der städtischen Sammlung über. Rönnau und Johanning hatten die Unterzeichner einer Todesanzeige in unserer Zeitung für den am 27. Oktober 2016 verstorbenen Künstler animiert, doch etwas Spendengeld draufzulegen. Ziel sei es schon damals, im November 2016 gewesen, eine Arbeit für die Stadtgalerie aus dem Nachlass zu erwerben, sagt Rönnau. „Denn kein Haus in Kiel hat Rheinsberg so getragen wie die Stadtgalerie.“ Dank einer freundlichen Geste der Kieler Nachrichten und satten Anteilen von jeweils 2000 Euro, die der Förderverein der Stadtgalerie, die Provinzial, und die Sparkassenstiftung aufbrachten, konnte New York Post zu wohlwollenden Konditionen seiner langjährigen Lebensgefährtin, der Künstlerin Lilli Engel, angekauft werden.

Zwei Wochen lang ist die Bodeninstallation mit 70 Ausgaben der gleichnamigen Zeitungen zu sehen. „Nicht länger und nur bei reduziertem Licht“, wie Iwona Bigos sagt, denn Tageszeitungen sind nun einmal nicht für die Ewigkeit gemacht. Eine hintersinnige Arbeit, denn Rheinsberg sorgte bei den Zeitungshändlern für einen eigenen Kreislauf der Dinge. Er tauschte die meist gewichtigen Gegenstände, mit denen die Zeitungsverkäufer ihre auf dem Asphalt gestapelten „Post“-Exemplare beschwerten, einfach gegen etwas anderes aus. Allesamt auch Fundsachen, die Rheinsberg auf seinen Streifzügen um die Blocks von Manhattan aufgelesen hatte – und genauso beiläufig wie die wertlosen „Briefbeschwerer“ auf den Zeitungsstapeln.

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