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"Fame" feierte Premiere im Opernhaus

Musical-Klassiker "Fame" feierte Premiere im Opernhaus

Ricarda Regina Ludigkeit hat dem Kieler Theater schon eine Reihe rasanter Musical-Inszenierungen beschert. Im Opernhaus ließ sich das Premierenpublikum nun am Freitagabend von ihrer Inszenierung des Musical-Klassikers "Fame" mitnehmen.

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Die Geschichte der jungen kreativen Gipfelstürmer macht immer noch Laune.

Quelle: Olaf Struck

Kiel. Breitbeinig, zackig, die Fäuste gereckt, stehen sie auf der Bühne, eine bunt wuselige Truppe. Die braucht ein paar Minuten Anlauf, aber dann rollt die Musicalmaschine, machen sich Nick, Serena, Tyrone und wie sie alle heißen an der legendären New Yorker High School of Performing Arts auf mit ihren unterschiedlichen Talenten auf den Weg zum Ruhm.

Hans Kudlich hat ihnen eine Bühne gebaut zwischen ramponiertem Klassenzimmer und einer Ahnung Showtreppe und so geschickt geschachtelt, dass die Geschichte problemlos zwischen Ebenen und Episoden hin- und herfliegen kann. Das macht Tempo und die Regisseurin lässt rappen und steppen, a cappella singen oder eine Band spielen. Angetrieben von den Kieler Philharmonikern, die unter Leitung von Moritz Caffier beträchtlichen Groove entwickeln.

Es geht ums Ganze

Nicht alle Stimmen sind gleich stark in dem jungen Gast-Ensemble, aber bei "Fame" geht es sowieso ums Ganze, und das funktioniert als Tanzkörper wie als süffiger Chor. Für Highlights sorgen unter anderem Barbara Wanaseks aufmüpfige Mabel zwischen Frust und Esslust, Kevin Perrys rotziger Joe Vega oder Siegmar Tonks (Mr. Sheinkopf) parodistischer Auftritt mit dem Foreigner-Hit "Cold as Ice". Und Heike Wittlieb stellt eine volltönend gewichtige Direktorin Sherman in ihre Mitte.

Auch wenn dem Ganzen am Ende etwas die Luft ausgeht, die Geschichte der jungen kreativen Gipfelstürmer macht immer noch Laune. Und wie sie im Bewegungsrepertoire aus dem Cheerleader-Aerobic-Fitnessfundus über die Bühne tanzen, kommt das Achtziger-Musical auch in der Gegenwart der Selbstoptimierung an.

Weitere Termine

7., 17., 21., 29. Oktober, 10., 22., 25. November. Kartentel. 0431/901901, www.theater-kiel.de

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