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Schleswig-Holstein Musik-Festival startet

Romantik und Percussion Schleswig-Holstein Musik-Festival startet

Mehr Konzerte, mehr Spielorte: Das diesjährige Schleswig-Holstein Musik Festival wird in Lübeck mit noch umfassenderem Programm als im Vorjahr eröffnet. Schwerpunkte bilden das Werk von Tschaikowsky und 16 Konzerte mit dem Percussionisten Grubinger.

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Mit einem Konzert des NDR-Sinfonieorchesters wird am Sonntag in Lübeck das 30. Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) offiziell eröffnet. Schwerpunkte bilden das Werk von Tschaikowsky und 16 Konzerte mit dem Percussionisten Grubinger.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Lübeck/Kiel. Mit einem Konzert des NDR-Sinfonieorchesters wird am Sonntag (12. Juli) in Lübeck das 30. Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) offiziell eröffnet. Thomas Hengelbrock dirigiert, es stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms auf dem Programm in der Lübecker Musik- und Kongresshalle. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und Festival-Intendant Christian Kuhnt werden bei der Eröffnung sprechen. Bereits am Samstagabend ist quasi eine Vorpremiere mit gleichem Musikprogramm ebenfalls in der Musik- und Kongresshalle vorgesehen.

„Alle wollen, dass es endlich losgeht“, sagte Intendant Kuhnt. Die Neugierde aufs Programm zeige sich auch im Vorverkauf: „Der liegt auf dem Niveau des Vorjahres, als wir mit 153 000 Tickets einen Rekord erzielten.“

Im Mittelpunkt des Festivals steht diesmal eine Retrospektive zum Werk des russischen Komponisten Peter Tschaikowsky (1840-1893) und ein sogenanntes Künstlerporträt über den jungen österreichischen Percussionisten und Schlagzeuger Martin Grubinger (32). Grubinger will 16 Konzerte geben. Dazu gehören eine Bearbeitung von Tschaikowskys „Nussknacker-Suite“ für Schlagwerk und zwei Klaviere sowie eine gigantische Percussion-Show in der Sparkassenarena in Kiel. Zu den Stars zählen die „Grande Dame des Klaviers“, Martha Argerich, und Jazz-Legende Al Jarreau.

Die Reihe „Luustern“ (plattdeutsch: Lauschen) sprenge die Grenzen klassischer Musik, betonte Kuhnt. Dadurch seien beim Start der Reihe im vergangenen Jahr neue Besucher-Potenziale gehoben worden. Diesmal treten unter anderem auf das Stimmwunder Gregory Porter, das Maskentheater Familie Flöz, der Schauspieler und Sänger Ulrich Tukur, DJ Mad, das Musikertrio Biddla Buh und Jazzsänger Roger Cicero. Auch Annett Louisan und Hans Liberg geben sich die Ehre.

Nach dem Rekord 2014 mit 153 000 Besuchern — Auslastung 83 Prozent - wurde das Festivalangebot ausgeweitet. Bis zum Festival-Ausklang am 30. August stehen 178 Konzerte (Vorjahr: 164), fünf Musikfeste auf dem Lande und zwei Kindermusikfeste auf dem Programm. Mit 104 Spielorten gibt es auch deutlich mehr als im Vorjahr (74).

Der Etat liegt mit 8,4 Millionen Euro unter dem des Vorjahres (9,1 Millionen). Das Festival stehe finanziell auf stabilen Säulen, man habe die Kosten senken können, sagte Kuhnt. Im Vorjahr habe es Gewinn gemacht. Sponsorengelder und Landeszuschuss seien stabil.

„Unsere Tschaikowsky-Retrospektive bringt prominente Werke in herausragenden Interpretationen auf die Bühne, rückt aber auch weniger Bekanntes ins musikalische Scheinwerferlicht“, so Kuhnt. So wird Tschaikowskys Kammermusik breiten Raum einnehmen, es wird eine ganze „Tschaikowsky-Nacht“ geben, und seine selten gespielten Klavierkonzerte und Klaviersonaten werden zu hören sein.

Neue Spielstätten gibt es unter anderem auf der Ostseeinsel Fehmarn und in Reußenköge im Kreis Nordfriesland. Favorit ist für Kuhnt aber Deutschlands größtes Bio-Gewächshaus für Tomaten in Wöhrden (Kreis Dithmarschen).

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Musik
Christian Kuhnt, der Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF).

Für das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) sieht Intendant Christian Kuhnt bundesweit eine Vorbild- und Vorreiterfunktion. "Wir haben den Anspruch, unserer herausgehobenen Rolle in der Festivallandschaft gerecht zu werden", sagte Kuhnt in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur vor Beginn der neuen Saison (11. Juli bis 30. August).

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