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Romeo & Julia im Schauspielhaus

Kiel Romeo & Julia im Schauspielhaus

Auf der Freiluftbühne im Seefischmarkt sorgten Möwengeschrei, Sonnenuntergänge und reichlich Regen für die ganz spezielle Atmosphäre von Romeo & Julia – Das Musical, das mit Songs des Rosenstolz-Duos Peter Plate und Ulf Leo Sommer im vergangenen August Weltpremiere feierte.

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Erstmal gibt es ein Wiedersehen mit dem Kieler Theatertraumpaar: Julia (Maxine Kazis) mit Romeo (Johannes Merz) hier noch am Seefischmarkt.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Die begeisterte Publikumsresonanz und „die Irrsinnsarbeit“, die unter anderem in der Neuübersetzung des Textes steckte, bewog Regisseur Daniel Karasek dazu, die Produktion ins Schauspielhaus „zu verpflanzen“. Auf den Regen verzichtet er gern, „die anderen Elemente könnte man durch Einspielungen und Lichteffekte wiederbeleben“.

 Vier Wochen wurde intensiv an der Indoor-Variation gearbeitet. Lars Peter hat Norbert Ziermanns Bühnenbild an die räumlichen Verhältnisse angepasst und ein paar Einfälle hinzugefügt, die noch nicht verraten werden sollen. „Insgesamt wird die Inszenierung nicht viel anders sein als draußen“, so der Generalintendant, der sich darüber freut, dass nahezu alle Aufführungen bereits ausverkauft sind. Die Tänze wurden „ein wenig aufgefrischt“ und Kampfszenen erneuert, doch wieder wird es eine große Treppe geben, auf der das wohl berühmteste Liebespaar der Weltliteratur seinem tragischen Ende entgegen schmachtet.

 Neben Umbesetzungen in kleineren Rollen gibt es bei den Protagonisten einen markanten Wechsel: Magdalena Neuhaus übernimmt den Part der Julia von Maxine Kazis, die im Sommer nach Berlin geht. Zunächst als Gast engagiert, gehört die Schweizerin ab der kommenden Spielzeit fest zum Ensemble. „Magdalena wird eine ganz eigene Julia sein“, sagt Karasek. In Bern geboren, kommt sie direkt von der Schauspielschule Zürich in den hohen Norden, der ihr momentan eindeutig zu kalt erscheint. „Doch die Landschaft hat auch Charme“, räumt die mit mehreren Studien- und Förderpreisen ausgezeichnete Schauspielerin ein, deren Ähnlichkeit mit ihrer „Julia“-Vorgängerin nicht von der Hand zu weisen ist.

 „Wir sind uns äußerlich zwar ähnlich, aber jeder ist anders“, konstatiert die 24-Jährige, die sich von der Kollegin, die am Freitag die Premiere spielt und die Vorstellungen bis zum Spielzeitende alternierend mit Magdalena Neuhaus alternierend übernimmt, „gut begleitet“ fühlt. „Maxine war in den ersten Wochen immer dabei“, erzählt sie. „Doch nachdem ich sie anfangs vor allem nachmachen wollte, ist die Rolle mehr und mehr zu meiner eigenen geworden.“

 Was die Musik angeht, wartet die Wiederaufnahme mit einer akustischen Verbesserung auf. Die Band ist unterhalb der Bühne untergebracht, ganz so, wie es im Theater bei Musicals üblich ist. „Die Musik hat mehr Power und eine größere Präsenz als auf der Freiluftbühne“, sagt der Regisseur. Das wird nicht nur Peter Plate und Ulf Leo Sommer gefallen, die wie bereits im August auch bei der Premiere am Freitag dabei sein werden.

Schauspielhaus, Premiere Freitag, 20 Uhr. Restkarten unter Telefon 0431/901901. Weitere Vorstellungen: 23. Mai, 27. Mai (ausverkauft), 3., 5., 11., 18., 19. Juni. www.theater-kiel.de

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