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Dirigentenstars zum Festival engagiert

SHMF 2016 Dirigentenstars zum Festival engagiert

Mit einem enorm vielversprechenden Feld von Dirigentenstars bestückt die Lübecker Intendanz des Schleswig-Holstein Musik Festivals im Sommer 2016 ihre Orchesterakademie. Die jungen Musiker dürfen sich nicht nur auf den Chefdirigenten Christoph Eschenbach freuen, der Anton Bruckners Neunte Symphonie einstudiert.

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Der Dirigent Vladimir Jurowski probt 2016 mit der Orchesterakademie des SHMF.

Quelle: Roman Gontcharov

Lübeck. Vor allem lässt aufhorchen, dass erstmals Vladimir Jurowski eine Phase leitet. Der russische Dirigent, der im Sommer 2015 als Chef sein grandioses London Philharmonic Orchestra in Bestform vorführte, lässt sich auf den Joseph-Haydn-Schwerpunkt ein, präsentiert Bläsersolisten des Festivalorchesters in der Sinfonia concertante B-Dur und die 22. Sinfonie mit dem Beinamen „Der Philosoph“. Der philosophische Aspekt findet seinen Fortklang dann im Zeichen Friedrich Nietzsches in der großen Tondichtung Also sprach Zarathustra von Richard Strauss.

 Sehr positiv lässt sich bewerten, dass mit Michael Sanderling und Jukka-Pekka Saraste zwei Persönlichkeiten und gewiefte Klangregisseure ans Pult des SHFO zurückkehren, die in früheren Jahren bereits hervoragend mit den üblicherweise 130 Instrumentalisten gearbeitet haben. Sanderling ist dem Ensemble in besonderer Weise verbunden, weil er mit ihm seine Karriere als Cello-Solist abgeschlossen hatte und weil sein Vater, die strenge Legende Kurt Sanderling schon vorher mit ihm gearbeitet hatte. Der Chef der Dresdner Philharmonie setzt 2016 unter anderem auf Brahms Erste Symphonie. Der hellhörige Finne Saraste, derzeit Leiter des WDR Sinfonieorchesters Köln, hat Dvoráks Siebte für die Schulung angesetzt.

 Am Rande kommt wieder Filmmusik ins Spiel. Unter der Leitung des renommierten US-amerikanischen Dirigenten und Filmkomponisten David Newman wird (vergleichbar der West Side Story in Neumünster) im kommenden Jahr mit E.T. The Extra-Terrestrial – Film mit Livemusik erneut ein Filmkonzert angesetzt, das eine geistesgegenwärtige und technisch aufwändige Abstimung zwischen dem live spielenden Orchester, den filmischen Szenen und den Dialogen, die im Originalton eingespielt werden, erfordert.

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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