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Sperrung des Konzertsaales ist "Katastrophe"

SHMF-Intendant Kuhnt Sperrung des Konzertsaales ist "Katastrophe"

Der Intendant des Schleswig-Holstein Musik-Festivals, Christian Kuhnt, hat die Sperrung des Konzertsaales in der Lübecker Musik- und Kongresshalle als Katastrophe bezeichnet. „Die Unsicherheit, die wir im Moment verspüren, lähmt uns“, sagte Kuhnt am Mittwoch.

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SHMF-Intendant Christian Kuhnt lähmt die Unsicherheit.

Quelle: Björn Schaller

Lübeck. „Wir bekommen keine Aussage darüber, wie lange die Halle geschlossen bleibt und wie Alternativmodelle aussehen könnten – das ist ein untragbarer Zustand“, sagte Kuhnt gegenüber NDR Kultur. Grund der Sperrung sind statische Probleme mit der Decke.

Zeitplan steht in zwei Wochen

Seit Ende September ist der Saal gesperrt. An der Decke hängen bis zu drei Gipskarton-Platten und bis zu drei Lagen Akustikdecken. Die Decke sei pro Quadratmeter für 25 Kilo Traglast ausgelegt, könne aber problemlos 60 Kilo tragen, sagte am Mittwoch Nicole Dorel von der Stadt Lübeck. An manchen Stellen hingen jedoch bis zu 76 Kilo. Zurzeit würden Gutachten erstellt. Voraussichtlich in etwa zwei Wochen werde Klarheit über den Zeitplan bestehen, bis wann der Konzertsaal saniert und dann wieder freigegeben werden könne.

Der Saal mit 1800 Plätzen verfüge über eine vorzügliche Akustik, sagte Kuhnt. „Dafür Alternativen zu finden, wird sehr schwer. Das wird immer mit Kompromissen verbunden sein.“ Auf die Frage, was er machen würde, wenn die MuK sich 2016 nicht nutzen lasse sollte, sagte Kuhnt: „Am liebsten würde ich dann in die Elbphilharmonie (Hamburg) ziehen. Aber die ist ja auch noch nicht fertig. Im Ernst: Wir werden dann Ausweichspielstätten in Lübeck und außerhalb suchen müssen.“

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