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Mit markanter Reibeisenstimme

Sangit in der Räucherei Mit markanter Reibeisenstimme

„Drei Anläufe hat es gebraucht, um es hier so voll zu kriegen“, zeigt sich Sangit alias Björn Both erfreut über den zahlreichen Zuspruch. Das Konzert in der Kieler Räucherei wird das vorerst letzte vom Herzensprojekt des ehemaligen Late-September-Dogs-Masterminds und heutigen Santiano-Frontmannes für eine lange Zeit sein.

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Quelle: Michael Kaniecki

Kiel. Gleichzeitig verspricht der vielbeschäftigte Musiker zusammen mit seiner Band The Thundergiants „neue Songs auf Platte zu kloppen.“ Das führt zu Jubel und zu noch mehr frohlockenden Lobesrufen, wenn Sangit selbst am Bass bedienend es sich in seinen zurückgelehnten Poprocksongs gemütlich macht. Ab von den Seemann-Hits seiner Hauptband erzählt Sangit vom nach Hause kommen, von Begegnungen, von alten Zeiten, kurzum, wie das Leben so spielt.

Die Songs werden von Michael Kelmer an der Gitarre, Marco Möller am Schlagzeug und Arne Wiegand an Keyboards sowie Gitarre mit reichlich vielfältigen Arrangements ausgeschmückt. Bei Sharome gibt es einen Ausflug in Wave-Gefilde, beim folgenden The Little Voice dominiert der Songwriter Gedanke mit nachdenklichen Tönen und lebendiger Melodie. Phasenweise kleinteilig ist der Sound des Vierers jedoch stets füllig. Und ganz klar im Vordergrund steht Sangits markante Reibeisenstimme, die er selbst gerne an seine Grenzen bringt und die den Eindrücken vermittelnden Liedern den letzten entscheidenden Charakterschliff verleiht.

Das Publikum wippt mit, tanzen will man nicht so recht, obwohl die rockig groovenden Beat On und Looking For A Better Place eine Menge Gründe zur körperlichen Ertüchtigung geben. Ihre Begeisterung und Zuneigung zeigen Sangits Fans nach jedem Song mit frenetischem Applaus und in Form von Unterwäsche, die auf der Bühne landet. Kein Wunder, denn mit Lucky Man offenbart sich die romantische Ader der rockenden Rostkehle.

Zudem kommuniziert der sympathische Barde allzu gerne mit seinem Publikum, witzelt mit seinen Bandkollegen über das Nichtbeachten der Setlist und ist der Ansicht, dass „der Welt nichts mehr gut tut, als glückliche Männer.“ Das können seine Fans in der Räucherei in abgewandelter Form sicher bestätigen. Nichts tut der Welt mehr gut, als ein Abend  mit bodenständigen, ehrlichen und vom Leben inspiriertem Rock, wie Sangit ihn mit seinen Thundergiants spielt.

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