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Spielen mit Klischees

Schauspiel-Studiopremiere Spielen mit Klischees

„Da hast Du Brecht“ nennt die Kieler Schauspielerin und Sängerin Kati Luzie Stüdemann ihr neues Programm, das sie gemeinsam mit drei Musikerkollegen erstmals am 26. März im Studio des Kieler Schauspielhauses zeigt. Ein Abend mit viel Musik, mit Gedichten, auch Prosa – alle Texte von Bertolt Brecht.

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Vielfältiges Programm: Katie Luzi Stüdemann und Volker Linde (Kontrabass).

Quelle: bos: Björn Schaller

Kiel. „Es war mir ein Riesenbedürfnis“, sagt Kati Luzie Stüdemann, die das literarisch-musikalische Programm gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner am Klavier, Michael Kallabis, mit Volker Linde am Kontrabass, Thore Hahn am Schlagzeug und mit Videoprojektionen der Künstlerin Deborah di Meglio gestaltet hat. Zwar seien schon in ihren früheren Bühnenprogrammen „ein, zwei, drei Brechtstücke“ vorgekommen, aber nie wurde es bislang abendfüllend.

Dabei kennt die gebürtige Magdeburgerin ihren Brecht von klein auf. Als „DDR-Mädchen“, das schon mit neun Jahren am Theater war, begegnete ihr zunächst der „rote Brecht“ aus der „Mutter Courage“ oder aus den einschlägigen Liedern wie dem „Einheitsfrontlied“. Mit den Jahren entdeckte sie noch andere Facetten. Neben Arbeiter- und Liebeslied kommen auch „Lieder und Texte über die Unzulänglichkeit menschlichen Strebens“, „Lieder gefallener Mädchen“ oder Brechts „Flüchtlingsgespräche“ vor. Stüdemann und ihr Ensemble möchten keinen „Best-of-Brecht-Kracher“ abliefern, sondern auch weniger Bekanntes vortragen und mit manchen Klischees spielerisch umgehen.

  Premiere: Sonntag, 26. März, 19.30 Uhr, Studio Schauspielhaus

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