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Ilja Richter und die Vergangenheit

Erinnerungsarbeit Ilja Richter und die Vergangenheit

Die Geschichte Georg Richters wird erst jetzt aufgearbeitet – im Projekt „Vergangenheit zwischen Schweigen und Erinnerung“, das der Historiker Thomas Käpernick von der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen zusammen mit Studierenden aus Flensburg und der Kieler Dokumentarfilmerin Quinka Stoehr initiiert hat.

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Die Kieler Filmautorin Quinka Stoehr und Kyra Baltrusch, Studierende der Europa Universität Flensburg.

Kiel/Kaltenkirchen. „Wenn Ihr herkommt, möchte ich Euch bitten, vor allem Mama, nicht gleich einen Schreck zu bekommen, wenn ich Euch in meiner blauen Uniform erscheine. Ich fühle mich durchaus wohl und das ist sehr wichtig (...). Ich bitte Euch, meine Strafe genauso wurstig zu nehmen wie ich selber (...). Immer ruhig Blut, es wird sich vieles finden.“ Dies schrieb der kommunistische Widerstandskämpfer Georg Richter 1936 an seine Eltern, während seiner Haft unter anderem in den Konzentrationslagern Esterwegen, Neuengamme und Kaltenkirchen.
Im Rahmen des Masterstudiengangs Kultur-Sprache-Medien sichteten neun Studierende Briefe von und Dokumente über Georg Richter sowie filmisches Interviewmaterial seines französischen Mitgefangenen Pierre Vignes.
Vor dem Gespräch in der Freien Waldorfschule wird Ilja Richter das KZ besuchen, in dem sein Vater einst litt. Quinka Stoehr und die Studierenden werden diesen Besuch und die Gesprächsveranstaltung mit der Kamera begleiten. Entstehen soll ein Dokumentarfilm über die Geschichte und das Erinnern, der in der KZ-Gedenkstätte gezeigt werden wird.
Sonntag, 3. Dezember, 16 Uhr, Freie Waldorfschule Kaltenkirchen (Kisdorfer Weg 1). Eintritt frei, um eine Spende zur Förderung der Gedenkstätte wird gebeten.

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Ein Artikel von
Jörg Meyer

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