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Galerie öffnet auf Gottorf

Schleswig Galerie öffnet auf Gottorf

Das Landesmuseum in Schleswig erweitert seine Dauerausstellungen. Um fast 150 Werke aus dem eigenen Bestand wird der Rundgang auf der Schlossinsel ergänzt. Neue Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert soll auch die Kinder des digitalen Zeitalters ansprechen.

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Die Treppen im Barockgarten auf dem Gelände von Schloss Gottorf: Am Mittwoch wurden in Schleswig die Norddeutsche Galerie in neuem Gewandt präsentiert.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Schleswig. Die Einrichtung neuer Dauerausstellungen auf Schloss Gottorf in Schleswig ist abgeschlossen: Mit der Norddeutschen Galerie ist die Schlossinsel komplett. „Das ist eine ganz hochkarätige Sammlung, die hier zusammengetragen worden ist“, sagte die Leiterin des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, Kirsten Baumann, am Mittwoch in Schleswig.

Gezeigt werden von Donnerstag an fast 150 Werke aus den Sammlungen des Landesmuseums aus dem 20. und 21. Jahrhundert, vom Expressionismus und der Zeit des Ersten Weltkriegs bis in die Gegenwart. Die neuesten Ausstellungsstücke werden erstmals gezeigt, ältere sind nach langer Zeit wieder zu sehen. Der Fokus liegt auf der Region, mit vielen Darstellungen des Landes zwischen den Meeren und auch von Gottorf selbst: „Schleswig-holsteinischer geht's nicht“, sagte Baumann.

Zu sehen sind neben bekannten historischen Künstlern wie Horst Janssen und Franz Radziwill auch zeitgenössische wie Klaus Fußmann, Hans-Joachim Billib und Friedel Anderson, aber auch Werke von Malern wie Edgar Ende, Vater des Schriftstellers Michael Ende, die heute längst vergessen sind. „Umso wichtiger, diese Werke wieder rauszuholen“, sagte Baumann.

Chronologisch gegliedert führt die Norddeutsche Galerie die Besucher von den Schrecken des Ersten Weltkriegs über die Jahres des Nationalsozialismus und den Aufbruch nach 1945, als die Künstler der 1920er und 1930er Jahre „weggeschwemmt“ worden seien, wie Kurator Christian Walda sagte, bis zu den 68ern und in die Gegenwart.

Baumann hofft, mit der Schau auch jüngeres Publikum nach Schleswig zu locken. „Das ist ein Gang durch die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, das macht Kunst besser verstehbar.“ Im Zeitalter der Digitalisierung sei es für junge Menschen oft schwer, sich auf Kunst einzulassen. Mit der Ausstellung zeitgenössischer Werke wie etwa von dem 1972 geborenen René Schoemakers solle die Schau „entstaubt“ werden. Auch das Gebäude auf der Schlossinsel war zuvor umfangreich renoviert worden, viele Werke wurden aufwendig restauriert.

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