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Hervorragend: Drei Kieler Kinos ausgezeichnet

Schleswig-Holstein Hervorragend: Drei Kieler Kinos ausgezeichnet

Drei Kieler Kinos durften sich bei der Verleihung des Kinopreises Schleswig-Holstein in Meldorf über Auszeichnungen freuen.

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Moderator Udo Biss (li.) und Regisseur Lars Jessen bei der Kino-Preisverleihung in Meldorf.

Quelle: Lorenz Müller

Meldorf/Kiel. Das Kino in der Pumpe wurde zum zweiten Mal in der Kategorie der nicht-kommerziellen Kinos für sein „herausragendes Jahresfilmprogramm 2014“ mit dem höchsten Preisgeld 2500 Euro belohnt. In der Sparte der kommerziellen Kinos waren das Studio-Kino am Dreiecksplatz (2000 Euro) und das Traum-Kino im Grasweg (1000 Euro) erfolgreich. „Das ist für uns eine Anerkennung, die hoffentlich auch das Publikum noch stärker lockt“, so Eckhard Pabst vom Kino in der Pumpe. „Das Wichtige an dem Preis ist ja nicht, dass man ein, zwei gute Filme über die Saison zeigt, sondern eine programmatische Bandbreite schafft vom europäischen zum Weltkino, von Fiction bis Doku.“

 Insgesamt 19 Einzelpreise und eine Gesamtsumme von 27500 Euro hatte Kulturstaatssekretär Eberhard Schmidt-Elsaeßer im Kino Meldorf unter 25 Bewerbern zu vergeben. Zu den Ausgezeichneten gehören unter anderem auch das Flensburger Kino 51 Stufen, das Savoy-Kino Bordesholm und die Schauburg in Rendsburg. Mit dem Kinopreis, über den eine dreiköpfige Fachjury entschied, würdigt das Land die qualitative Programmarbeit ebenso wie die kulturelle Versorgung im ländlichen Raum. Wie wichtig die ist, betonte vor Ort auch Lars Jessen: Der Film- und Fernsehregisseur (Dorfpunks, Fraktus, Großstadtrevier) mit Kieler Wurzeln kam als Gelehrtenschüler in Meldorf aufs Kino und mit Detlef Bucks Erst die Arbeit und dann im Filmtheater des Städtchens zu der Erkenntnis, dass sich eine Jugend auf dem Land nicht unbedingt nachteilig für eine Filmkarriere auswirken muss.

 „Dass das Kino auch als sozialer Begegnungsort seinen Platz behaupten wird“, ist auch Schmidt-Elsaeßer überzeugt. Das Qualitätsprodukt Film behalte in der sich ausdifferenzierenden Plattformwelt eine herausragende Bedeutung. Und weil das Preisgeld letztlich eher ein Tropfen auf dem heißen Stein bedeutet, hatte die Filmwerkstatt Kiel vor der Preisvergabe zum Workshop mit Eva Matlok (FFA) geladen: Da kamen neben den Fördertöpfen für Kinos auch die Licht- und Schattenseiten der Digitalisierung zur Sprache: „Die ist ja nicht damit getan, einen Projektor und einen Server anzuschaffen“, so Filmwerkstatt-Leiter Arne Sommer. „Die Technik ist nach fünf Jahren oft schon überholt.“ Ein altmodischer Projektor dagegen hält 30 Jahre.

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Ein Artikel von
Ruth Bender
Kulturredaktion

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