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Duett für eine Person

„Tanz des Lebens“ Duett für eine Person

Ein unglaubliches Leben ist das, in das Sebastian Kreuzer mit seinem Solo "Tanz des Lebens" im Foyer des Kieler Werftpark-Theaters Einblick gibt.

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Sebastian Kreuzer in seinem Solo.

Quelle: Lorenz Becker

Kiel. Zwischen Kindheitsarmut in Moskau und Ballettstunden in Riga, zwischen Schwarzhandel und Weltkarriere, zwischen Varieté-Glanz und Warschauer Ghetto. Sebastian Kreuzer tritt auf im schwarzen Anzug, erzählt ohne Schnörkel und begleitet den Text, dem unter anderem die Biografie Dolores & Imperio von Kuno Kruse zugrunde liegt, mit der Gitarre und der Wehmut jiddischer Lieder.

Fast beiläufig reiht sich da das Unglaubliche, Erinnerungen an das Verschwinden von Maria, die in Auschwitz umkam, oder die Attentate, die Rubinstein als Widerstandskämpfer organisierte. Irgendwann legt Sebastian Kreuzer den Anzug ab, schminkt sich, steigt in die Flamenco-Robe und verwandelt Sylvin in die Kunstfigur Dolores. Die imaginiert die Geschichte Sylvins, der 2013 in Hamburg starb, weiter. Und sie ist die Rolle, in der der Tänzer nach dem Krieg noch auftrat und mit seiner toten Zwillingsschwester zusammenfand.

Sa.,1.4., 18 Uhr; Fr., 7.4., 19 Uhr. Werftpark-Theater. www.theater-kiel.de

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Ein Artikel von
Ruth Bender
Kulturredaktion

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