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Acht Millionen für Konzertsaal-Sanierung

Signal vom Land Acht Millionen für Konzertsaal-Sanierung

Die Landesregierung setzt Zeichen für die Kultur: Das Kabinett hat am Dienstag im Grundsatz eine Förderung in Höhe von acht Millionen Euro für die Sanierung des Konzertsaales im Kieler Schloss beschlossen.

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Das Land signalisiert eine Finanzspritze von acht Millionen Euro für den Konzertsaal.

Quelle: Frank Peter

Konkret wird über das Impuls-Programm eine neue Spielstätte für das Landestheater in Schleswig mit 2,5 Millionen Euro gefördert sowie die weitere Sanierung der Lübecker Musik- und Kongresshalle (MUK) mit bis zu sechs Millionen Euro.

Für das Projekt in Schleswig wurde gestern ein „Letter oft Intent“ gemeinsam mit dem kommunalen Spitzenverbänden unterschrieben, die weitere zwei Millionen Euro für das 9,5 Millionen-Projekt beisteuern. Entsprechende Vereinbarungen mit den beiden größten Städten des Landes werden derzeit noch verhandelt.

Ministerpräsident Torsten Albig sagte, „die Landesregierung steht zu ihrer Verantwortung für die Spielstätten im Land. Wir haben jetzt die Grundlage dafür geschaffen, dass vor Ort zukunftsträchtige Lösungen gefunden werden können“. Gemeinsam mit Kulturministerin Anke Spoorendonk und Finanzministerin Monika Heinold sowie Vertretern der drei kommunalen Spitzenverbände unterzeichnete der Regierungschef die Absichtserklärung zum Bau des neuen Drei-Sparten-Theatersaals mit Orchestergraben, der an des ehemaligen Mannschaftsheim „Heimat“ Auf der Freiheit in Schleswig angedockt werden soll. Die Stadt Schleswig will ihrerseits 5 Millionen Euro zu dem rund 9,5 Millionen Euro teuren Projekt beisteuern.

Der „Letter of Intent“ ist nach Worten von Kulturministerin Anke Spoorendonk „zudem eine gute Grundlage für die jetzt anstehenden Verhandlungen über einen neuen Gesellschaftervertrag. Und mit den Zuschüssen für die beiden Konzertsäle demonstriert die Landesregierung, wie wichtig ihr moderne und gut ausgestattete Aufführungsorte sind, nicht nur für das Schleswig Holstein Musik Festival.“

So war auch bei Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer gestern die Freude über die Landes-Zusage groß: Er hofft auf erfolgreiche Verhandlungen zum Eigentümerwechsel und sprach sich nach dem Signal vom Land auch für ein klares Bekenntnis der Kieler Ratsversammlung aus, einen städtischen Anteil von ebenfalls rund 8 Millionen Euro zu schultern. Darüber hinaus formiere sich nach seiner Beobachtung die Unterstützerszene in der Stadt zunehmend. Insgesamt ist für die Sanierung des Kieler Konzertsaales eine Bruttosumme von 24,4 Millionen Euro veranschlagt.

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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