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Faszinierendes Kaleidoskop

Blitz-Kritik: Sophie Hunger Faszinierendes Kaleidoskop

Sie und ihre erstklassige Band hätten sehr oft unter freiem Himmel gespielt in diesem Sommer und es habe „nie nicht geregnet“, erzählt Sophie Hunger während der Zugabe. Deshalb sei das SHMF-Konzert hier im Amphitheater  auf der Kieler Krusenkoppel „die letzte Chance“ gewesen.

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LaLeLu begeisterte das Publikum

Sophie Hunger präsentierte sich stark und strahlend.

Quelle: Axel Nickolaus

Kiel. Und die hat die 33-jährige Schweizer Sängerin und Songschreiberin eindrucksvoll genutzt, was nicht nur die stehenden Ovationen am Schluss belegten.

Der erste Eindruck

Obwohl sie so stark und strahlend ist, hat ihre schöne Stimme große Mühe, den im Vergleich oft zu lauten, stellenweise etwas breiigen Bandsound zu durchdringen. Und das bleibt leider, abgesehen von den Balladen, bis zum Ende so.

Das Programm

Das Konzert beginnt mit dem atmosphärischen „Supermoon“, und Sophie Hunger hat selbstverständlich eine ganze Reihe Songs ihres gleichnamigen jüngsten Albums im Programm. Etwa das kecke „Spaghetti mit Spinat“, „Love Is Not The Answer“ mit diesen zeterenden, keifenden E-Gitarren, das aufgedrehte „Superwoman Woman“. Aber auch ältere Lieder wie die Ballade „Take A Turn“ oder das auf einem Reggae-Groove hüpfende „1983“ haben den Weg auf die Setlist gefunden.

Das Publikum

Kaum auszumachen, ob hier auf den steinernen Stufen nun überwiegend Fans versammelt sind oder doch auch eine ganze Reihe, die ohne das SHMF-Siegel nicht gekommen wären.  Überraschend viele ältere Besucher. Die Menge geizt jedenfalls nicht mit Beifall und Freudenjauchzern und fordert vehement Zugaben.

Was in Erinnerung bleibt

Tatsächlich diverse Gänsehäute, äußerst wohlige. Und wie elegant die zurückgenommene, dennoch intensive Prince-Hommage „Purple Rain“ naht- und bruchlos in Sophie Hungers nicht minder fantastisches Stück  „Die ganze Welt“ überging.

Fazit

Ein faszinierendes Kaleidoskop, stilistisch und was wie Stimmungen betrifft.

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