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Doch noch eine Alternative zum Theaterzelt?

Stadt Schleswig steigt ins Varietégeschäft ein Doch noch eine Alternative zum Theaterzelt?

Die Schleswiger Ratsversammlung hat in einer Sondersitzung die Zukunft des Varietétheaters „Heimat – Raum für Unterhaltung“ gesichert und will das Konzept des Veranstalters Mario Hoff für 150000 Euro erwerben. Hoff soll zugleich Veranstaltungsleiter in der neuen „Heimat“ werden, die nach umfassendem Umbau auch als Spielstätte des Landestheaters vorgesehen ist.

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Perspektive Auf der Freiheit auch für das Landestheater: Varietétheater „Heimat“ in Schleswig

Quelle: bkm

Schleswig. Die Geschäftsführung des künftigen multifunktionalen Kulturhauses Auf der Freiheit liegt dann absehbar bei den städtischen Kommunalbetrieben, die das ehemalige Mannschaftsheim Ende 2016 gekauft hatten.

 Für die Umbauzeit 2017/2018 ist eine Interimslösung gefragt. Die Entscheidung für ein im Vorfeld politisch favorisiertes Theaterzelt für Landesbühnen wie Varietéangebot wurde am Dienstagabend jedoch vertagt. Landestheater-Generalintendant Peter Grisebach hatte, wie berichtet, vehement gegen ein Zelt-Provisorium votiert, weil er keine Kompatibilität mit seinen klassischen Bühnen sieht und sich um sein Schleswiger Publikum sorgt. Zudem hat er neue Signale vom dänischen Kulturverein SSF erhalten, das Slesvighaus weiterhin als Ersatzspielstätte zur Verfügung zu stellen. Man würde wohl doch auf das Angebot der Stadt eingehen, um das Landestheater nicht zu gefährden. Die Stadt hatte eine Jahresmiete von 200000 Euro geboten, vom SSF stand bislang eine Forderung von 300000 Euro im Raum.

 Auf der Suche nach einer kostengünstigeren Lösung war daraufhin das Modell Theaterzelt ins Gespräch gebracht worden. Bürgermeister Arthur Christiansen sieht vor allem die vielversprechende Perspektive der neuen „Heimat“ am Ufer der Schlei: Das erfolgreiche Varietétheaterangebot könne den hochsubventionierte Theaterbetrieb teilweise refinanzieren, ist er optimistisch und spricht von einem zweijährigen Intermezzo, für das nun mit „gesundem Pragmatismus“ Preise und Positionen geklärt werden müssten. In den nächsten zwei Wochen werde nochmals konkret mit dem SSF verhandelt, kündigte Christiansen an. Komme erneut ein Vertrag für das Slesvighus zustande, gebe es in einer neuen Fahrzeughalle der benachbarten Stadtwerke auch für das Varietéangebot eine Übergangslösung für die Umbauphase. Im Gegensatz zu Grisebach sieht der Bürgermeister jedoch auch im Theaterzelt eine realistische Variante und setzt weiter auf ein einvernehmliches, finanzierbares Modell, notfalls mit kleinem „Intermezzo-Abschlag“.

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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