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Harte Zeiten für Konzeptalben

The Alan Parsons Live Project Harte Zeiten für Konzeptalben

Vor allem in Deutschland standen und stehen sie in zahllosen Plattenregalen, die Alben des Alan Parsons Projects. Denn hier hat es besonders viele Fans. Warum ist das so?

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Hat insbesondere hierzulande viele treue Fans: der Musiker, Komponist und Produzent Alan Parsons.

Quelle: Rosenheim rocks

Kiel. Alle zehn Alben des 1975 von Alan Parsons und Eric Woolfson gegründeten und 1987 aufgelösten Art- und Prog-Rock-Projekts schafften es in die Top 20 der Charts. Parsons, der nach der Auflösung wie Woolson (der 2009 starb) noch einige Solo-Alben veröffentlichte, kommt mit dem Alan Parsons Live Project auf die Krusenkoppel. Gestern Vormittag war Gelegenheit für ein Telefongespräch mit dem 66-jährigen Songschreiber, Musiker und Produzenten, der mit Frau und Kindern im kalifornischen Santa Barbara lebt.

Ich habe mir in den letzten Tagen seit langem mal wieder alte Songs des Alan Parsons Projects angehört. „I Robot“ und „I Wouldn’t Wanna Be Like You“ klingen immer noch ziemlich funky. Sie scheinen Musik zu mögen, die funky ist...

Das war, als es mit Disco-Musik losging. Funk-Musik entsprach dem Zeitgeschmack. Ich glaube, es wäre unwahrscheinlich, dass wir das jetzt noch mal so aufnehmen würden. Das gehört in die späten Siebziger.

Vielleicht ist die Funkiness der Grund, warum die Musik des Alan Parson Projects von etlichen Hip-Hop-Acts gesampelt wurde, etwa „The Cask Of Amontillado“ von Lil Wayne 2011 für den Song „It’s Good“...

Gibt’s da mehr als eins? Ich kenne nur eins von Lil Wayne.

Ich meinte Lil Wayne nur als Beispiel, da sind ja noch viele andere, die Ihre Songs sampeln.

Wenn Sie eine Liste haben, muss ich das wissen, weil diese Leute generell nichts dafür bezahlen. Die müssen wir verfolgen!

Findet man online auf www.whosampled.com...

Es geht nicht darum Leute zu jagen, die damit nicht erfolgreich sind, sondern die, die damit Erfolg haben.

Ihr jüngstes Solo-Album ist elf Jahre alt. Haben Sie seitdem keine Songs mehr geschrieben?

Wir haben drei Singles rausgebracht. Pläne für ein neues Studioalbum habe ich nicht.

Sie haben fast nur Konzeptalben gemacht. Verleiht das Ihrer Arbeit mehr Struktur? Macht Sie das kreativer, einfallsreicher?

Ich fand es einfacher, strukturiert Songs zu schreiben, wenn da ein Konzept ist. Heutzutage ist es allerdings sehr schwer, ein Konzeptalbum zu vermarkten. Weil die Leute sich keine Alben mehr anhören, sondern einzelne Songs. Deswegen haben wir auch nur noch Singles aufgenommen. Wenn ich ein Konzeptalbum aufnehmen würde, würden manche Leute sagen, das sei unmodern.

Fehlt Ihnen das?

Ja. Aber die Plattenindustrie tickt heute ganz anders als vor 15 Jahren. Vielleicht würden wir einen gewissen Erfolg mit einem neuen Album haben, aber das Plattengeschäft geht zurück. Deshalb konzentriere ich mich aufs Touren.

Haben Sie persönliche Song-Favoriten, die keine internationalen Hits wurden?

You Don’t Believe auf dem Greatest-Hits-Album. Es ist das, was wir „a dark horse“ nennen, es ist auf keinem Studioalbum erhältlich. In Deutschland wurde es viel gespielt, außerhalb kennt es kaum jemand. Vielleicht spielen wir das eines Tages live.

Welche Songs werden wir in Kiel hören? Die auf der Live-CD?

Überwiegend, aber auch einen, der nicht auf der CD ist: Days Are Numbers. Moment, auch noch einen anderen, In The Real World. Und natürlich die jüngste Single Do You Live At All?.

Ist da ein Konzertschwerpunkt, was ältere Alben betrifft?

A Turn Of A Friendly Card, wir spielen die ganze Suite.

Gibt es personelle Wechsel verglichen mit der CD „LiveSpan“?

Wir haben ein neues Mitglied, Dan Tracey, ein exzellenter Sänger und Gitarrist.

Sind Sie je zuvor in Kiel oder Schleswig-Holstein gewesen?

Nein, ich war noch nie in Kiel, da bin ich mir ziemlich sicher. Was ist denn in der Nähe?

Es liegt ungefähr 100 Kilometer nördlich von Hamburg...

Oh, das ist sehr nördlich.

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