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Geschlechterrollen im Wandel

Transgender Film Festival Geschlechterrollen im Wandel

Ozons Spielfilm eröffnet am Donnerstag, 28. Mai, um 17.45 Uhr im Traum-Kino das 3. Transgender Film Festival. In neun Spiel- und Dokumentar- sowie sieben Kurzfilmen über Crossdressing und Transsexualität forscht das Festival bis zum Sonnabend, 30. Mai, den Geschlechterrollen im Wandel nach und plädiert nicht zuletzt für mehr Freiheit und Toleranz.

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David (Romain Duris) gesteht Claire (Anais Demoustier) in François Ozons Tragikomödie seine Vorliebe für Frauenmode.

Quelle: Weltkino

Kiel. „Ich kann nicht anders, es steckt in mir drin“, gesteht David (Romain Duris) in François Ozons neuer Tragikomödie Eine neue Freundin. David hat gerade seine Frau verloren, und jetzt kümmert sich deren beste Freundin Claire (Anais Demoustier) um den verwaisten Witwer, der gern in Frauenkleider schlüpft und seine solche zweite Existenz als Virginia jetzt endlich ausleben will – zunächst zu Claires Entsetzen.

Um Crossdressing geht es auch in Dmitry Zhitovs folgender Doku South Beach On High Heels, die Floridas schrille Drag Queens porträtiert. Im Dokumentarfilm In The Turn zeigt Erica Tremblay, wie die zehnjährige Crystal trotz ihrer Transsexualität und damit verbundener Ablehnung schließlich Akzeptanz in einem Sportverein findet. Am Freitag erzählt Sophie Hydes Spielfilm 52 Tuesdays von einem Tochter-Mutter-Konflikt, und Something Must Break von der schwedischen Regisseurin Ester Martin Bergsmark stellt einen feminen jungen Mann und seinen Freund in den Mittelpunkt. Ab 22.15 Uhr laufen im Kurzfilmprogramm unter anderem auch zwei deutsche Filme: Ich bin dann mal Barbara von Guerreiro do Divino Amor und Aron Krauses Warte auf mich auf dem Grund des Swimmingpools.

Den Festival-Sonnabend eröffnet bereits um 16 Uhr Patong Girl von der aus Finnland stammenden, in Lübeck aufgewachsenen Regisseurin Susanna Salonen, worin sich ein junger Mann beim Urlaub in Thailand in einen bildhübschen Ladyboy verliebt, eine Beziehung, die gerade auch gegen die je eigenen Vorurteile nur schwer zu leben ist. Es folgen die Doku Gardenia von Thomas Wallner und Kim Schicklangs Der Spalt. Zum guten Schluss (22.15 Uhr) darf natürlich ein Kultfilm zum Thema Travestie nicht fehlen: Jim Sharmans The Rocky Horror Picture Show schrieb 1975 Film- und Szene-Geschichte und machte Tim Curry als „Sweet Transvestite from Transsylvani“ zur Ikone einer ganzen Generation von Menschen, die ihre Geschlechterrollen hinterfragen und damit spielen. Wer nicht am Meinungsaustausch, der nach jedem Film stattfindet, teilnehmen möchte, kann danach direkt zur Abschlussparty des CSD wechseln, die in der Halle der Traum GmbH steigt.

Eine Dauerkarte für das 3. Transgender Film Festival ist für 30 Euro zu haben, aber natürlich gibt’s an der Abendkasse auch Eintrittskarten für einzelne Filmprogramme. Unter den Gästen werden zudem Exemplare von Julius Pöhnerts Buch Provokationen in Rosa (erschienen im Mühlbeyer Verlag) verlost.

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