16 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Ein Leben auf den Weltmeeren

Treff.Punkt KN Ein Leben auf den Weltmeeren

Kapitän Gerd Engel ist 82 Jahre alt, wohnt in Kiel und fühlt sich fest verwurzelt in Schleswig-Holstein. In der neuen Veranstaltungsreihe Treff.Punkt KN stellt er seinen neuen Erzählband „Neptuns Garn“ vor. Die moderierte Lesung findet am Mittwoch, 8. Juni, in der Kundenhalle der Kieler Nachrichten am Asmus-Bremer-Platz in Kiel statt. Eine Wiederholung ist am 15. Juni in der neuen KN-Geschäftsstelle in Eckernförde geplant. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

Voriger Artikel
Sehnsucht nach Meer
Nächster Artikel
Warten auf die Engländer

Wortgewandter Kieler Original auf dem historischen Raddampfer „Freya“: Kapitän Gerd Engel.

Quelle: sp

Kiel. Der zweite Treff.Punkt der neuen Veranstaltungsreihe im Medienhaus KN verspricht ebenso unterhaltsam wie informativ zu werden, denn Gerd Engel hat Jahrzehnte auf den Weltmeeren verbracht. Dabei begann seine Laufbahn eigentlich in einem selbstgebauten Paddelboot auf der Weser, als seine Eltern den 14-jährigen Bub losließen. In den großen Ferien fuhr er fünfeinhalb Wochen und 400 Kilometer weit auf dem Fluss – bis nach Bremen, wo er die großen Pötte sah, und wieder zurück. Matrose, Offiziersanwärter und Kapitän, später Elblotse waren seine Stationen, aber auch Journalist und Einhand-Segler. 1980 kam sein erstes Buch heraus, nach der Pensionierung 1997 drehte er in Zusammenarbeit mit NDR und WDR einen Antarktisfilm. Er erlebte Mastbrüche, aber auch extreme Stürme im Südatlantik."

 "Nach fünf Jahren Reisen über Meere und Flüsse legt er seine Prüfungen noch einmal ab, erwirbt sämtliche Patente wieder. Bis heute ist Gerd Engel als Kapitän im Einsatz und fährt mit Passagieren auf dem historischen Raddampfer „Freya“ über den Nord-Ostsee-Kanal. Einige Geschichten des von ihm aufgeschriebenen oder auch ein wenig selbst gesponnenen „Neptuns Garn“ will er bei der Lesung in der KN-Kundenhalle vorstellen. Ob Messerstecherei in Pago Pago im südlichen Pazifik, Monsterwellen auf hoher See oder Bären in der Arktis: Was davon wahr ist, verrät Engel nicht, aber verspricht, dass diese Erzählungen auch für Landmenschen genießbar sind. Für die Zukunft hat er noch Pläne, will gern noch ein Geschichtsstudium in Angriff nehmen: „Wenn ich mal Zeit habe …“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Kultur 2/3