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Bachs Hilfe für eine weise Politik

Trinitatis-Chor Bachs Hilfe für eine weise Politik

So prachtvoll können kirchenmusikalische Aktivitäten in einer Stadtteilgemeinde gelingen: Kantor Christian Steltner hatte am Sonntag in der Stephanuskirche Mozarts munterer Spatzenmesse aus Salzburg mit der Ratswahl-Kantate Wir danken dir, Gott eine Leipziger Rarität gegenübergestellt.

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Der Trinitatis-Chor sang Bach in der Stephanuskirche.

Quelle: Jordt (Archiv)

Kiel. Johann Sebastian Bach zog 1731 für den weltlichen Anlass alle Register – mit Pauken und Trompeten, aber auch einem rasant jubilierenden Part der obligaten Orgel. Gut, dass der bei Universitätsorganistin Christiane Godt hier in besten Händen lag.

 Der Trinitatis-Chor mit seinem noch in höchsten Höhen unerschrockenen Sopran hängte sich rein in den kraftvoll aufgestockten Sound der Camerata Kiel. Die souveränen und stilsicheren Solisten (Eva-Maria Salomon, Anne-Beke Sontag, Martin Solomon und Julian Redlin) versprühten Zuversicht auf eine heute eher unbekannte, weise Politik im Zeichen höherer Mächte. Und Steltner gelang es wie schon bei Mozart, dem Ganzen Tempo und Energie mitzugeben. Die Qualität der Kantate genügt ohnehin höchsten Ansprüchen, benutzte sie Bach doch sogar als Steinbruch für seine h-Moll-Messe ...

 In der Konzertmitte prangte Telemanns beliebtes Violakonzert G-Dur, das von der philharmonischen Bratscherin Atsuko Matsuzaki inspiriert und technisch blitzblank serviert wurde. Die Camerata erwies sich unter Führung der Konzertmeisterin Gabriele Schoedel dabei als zupackender Partner.

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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