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Verregneter Auftakt bei den Eutiner Festspielen

„Freischütz“ Verregneter Auftakt bei den Eutiner Festspielen

Pünktlich nach der "Freischütz"-Ouvertüre begann der Regen, pünktlich zur Pause hörte er wieder auf. Die Eutiner Festspiele begannen am Freitag so, wie man es schon oft erlebt hat, die Kapriolen des Wetters sorgten jedoch nicht für einen Abbruch der Vorstellung.

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Die Eutiner Festpiele feierten am Freitag Premiere. Gespielt wurde der "Freischütz".

Quelle: Orly Röhlk

Eutin. Und das war gut so, denn die Inszenierung von Intendantin Dominique Caron überzeugte immer wieder. Schöne Bilder, schöne Stimmen und ein gelungenes Bühnenbild machten den Abend zu einem feuchten und dennoch fröhlichen Ereignis.

Bühnen- und Kostümbildnerin Ursula Wandaress hatte auf die Seebühne die Fassaden eines altertümlichen Städtchens gebaut, dazu die Ruinen einer Kirche und ein Vielzweck-Portal, das als Eingang zur Spielfläche ebenso dienen konnte wie als Eingang zu etwa einem Mausoleum. Regisseurin Dominique Caron setzte auf eine traditionelle Inszenierung – der „Freischütz“ benötigt die „Segnungen“ des modernen Regietheaters auch wirklich nicht. Das Innere der Figuren zeigen gehörte zum Konzept der Regisseurin. Und so wurde aus Max ein reines Nervenbündel, aus Agathe eine junge Frau ebenfalls am Rande des Nervenzusammenbruchs. Den Gegenpart bildeten der souverän-verschlagene böse Kaspar und der redlich-biedere Förster Kuno – ein reizvoller Gegensatz.

Stimmlich überzeugend und auch darstellerisch ansprechend war Susanne Braunsteffer als Agathe. Ihr nahm man die von bösen Vorahnungen geplagte junge Frau ebenso ab wie die glücklich verliebte. Julia Bachmann als Ännchen war burschikos bei der Sache, stimmlich stets auf der Höhe. Herausragend aber war der Auftritt von Christian Sist als Kaspar. Der Sänger ist nicht nur eine eindrucksvolle Bühnenerscheinung, seine Stimme sitzt perfekt – und er weiß sie einzusetzen. Daniel Pataky als Max hingegen war nicht immer intonationssicher, die Führung seiner eigentlich schönen Stimme misslang ihm gelegentlich. Das Publikum war dennoch zufrieden und applaudierte lange.

Nächste Vorstellungen: 29. Juni, 9. und 15. Juli.

Von Jürgen Feldhoff

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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