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Aufgalopp bekannter Schönheiten

Eröffnungskonzert der Baltic Horse Show Aufgalopp bekannter Schönheiten

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Motivation und Energie sich die Kieler Philharmoniker Sonder-Veranstaltungen wie dem Eröffnungskonzert der Baltic Horse Show widmen. Bereits zum 14. Mal dirigierte GMD und Pferdenarr Georg Fritzsch zum Start des Reitsport-Events den prickelnden Aufgalopp überwiegend bekannter Schönheiten der Konzert- und Ballettliteratur.

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Sportliches Dirigat: Georg Fritzsch.

Quelle: ehr - Marco Ehrhardt

Kiel. Von Tschaikowski über Brahms bis Johann Strauß Sohn oder Jean Sibelius: Ein Wunschkonzert, das Pferdefreunde und Klassikliebhaber im Kieler Schloss seit Jahren gleichermaßen beglückt. Und weder die launige Moderation Fritzschs, der das Publikum mit allerlei Informationen zu Einhufern und Tonsetzern fütterte, noch das lebendige Spiel des Orchesters ließen vermuten, dass nur drei Tage später für fast alle Mitwirkenden mit Verdis Rigoletto im Opernhaus eine große Premiere ansteht.

 Vom „Stallgeruch“ und der Heterogenität seines international besetzten Klangkörpers schwärmte Fritzsch, und spannte damit einen schönen und gerade in heutiger Zeit so überaus bedeutsamen Bogen. In großer Harmonie musizierten Männer und Frauen aus fünf Kontinenten und 23 Nationen gemeinsam. Dennoch bringe jeder Künstler seine ganz eigene „Duftnote“ in das Kollektiv und fördere damit das gemeinsame Ganze, so der GMD.

 In diesem Sinne passten auch die Darbietungen der großartigen Solisten, die allesamt mit etwas weniger bekannten Werken glänzten, perfekt ins Programm. Der Oboist Matthieu Gonon aus Frankreich verzauberte mit Benedetto Marcellos Adagio aus dem Oboenkonzert d-Moll, während der Posaunist Teo Kovacevic (Slowenien) Arthur Pryors Blue Bells Of Scotland zum Glänzen brachte. Einen besonders innigen, beinahe sentimentalen Moment bescherte der Israeli Ishay Lantner, der auf der Klarinette eine jüdische Volksweise zum Leben erweckte.

 it größter Virtuosität gab schließlich Konzertmeister Catalin Mugur aus Rumänien dem Gesang der Lerche aus der Feder von Grigora Dinicu eine strahlende wie facettenreiche Stimme. Und dann, na klar, beendeten Orchester und Publikum den Abend gemeinsam, klanggewaltig und ebenfalls harmonisch mit dem obligatorischen Radetzky-Marsch.

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