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Viktoria Tolstoy bat zur akustischen Filmvorführung

Blitzkritik Viktoria Tolstoy bat zur akustischen Filmvorführung

„Dies ist ein Filmtheater“, sagt am Donnerstagabend im nicht ganz ausverkauften Kieler Kulturforum Viktoria Tolstoy nach dem ersten Song „As Time Goes By“, dem Klassiker aus „Casablanca“. Den hat die Band um die schwedische Jazz-Sängerin gerade richtig schön lazy dahinswingen lassen.

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Achtung vor den Nachbarn

Viktoria Tolstoy im Kulturforum mit Mattias Svensson an Kontra und E-Bass, Rasmus Kihlberg am Schlagzeug sowie Krister Jonsson an den Gitarren.

Quelle: Björn Schaller

Das Programm

Kiel. Besteht überwiegend aus Songs ihres neuen Albums „Meet Me At The Movies“, auf dem  etwa Seals pathetische Ballade „Kiss From A Rose“ mit rockigen Gitarrenriffs und knackigen Rimshots auf der Snare tanzbar wird, Björks hymnisches „New World“ aus Lars von Triers Film „Dancer In The Dark“ zu strammem Hard-Rock-Jazz mutiert und aus dem elegischen „Angel“ aus „City Of Angels“ souliger Americana-Jazz wird. Dazu noch ein paar Coversongs, gerne funky wie Peter Gabriels „Kiss That Frog“ oder Herbie Hancocks „Butterfly“.

Das Publikum

Schwer begeistert. Belohnt jedes Solo mit Sonderapplaus und holt die Musiker mit lautem rhythmischen Klatschen für eine zweiteilige Zugabe zurück auf die Bühne.

Was in Erinnerung bleibt

Auch Bassist Mattias Svensson und Drummer Rasmus Kihlberg sind ausgezeichnet, aber ganz wesentlichen Anteil an den oft mutigen, höchst originellen  Interpretationen der Filmsongs hat Gitarrist Krister Jonsson, der die Arrangements besorgt hat. Was er auf seinem Instrument anstellt, hat oft mit Jazz nur noch herzlich wenig zu tun, und gerade Rock, Blues und Funk bringen enorme Würze in den Gig, vor allem auch als kongenialer Kontrapunkt im Zusammenwirken mit Viktoria Tolstoys farbenreichem Gesang.

Fazit

Ein starkes Konzert mit überraschend rockiger Note.

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