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Steile Pläne an der Staatsoper Hamburg

Die Pläne von Georges Delnon und Kent Nagano Steile Pläne an der Staatsoper Hamburg

Die Staatsoper Hamburg verabschiedet sich von Achim Freyers kunterbuntem Figurentheater und überlässt zur kommenden Saisoneröffnung der Schauspiel-Regisseurin Jette Steckel eine Neuinszenierung der Zauberflöte. Überhaupt wirken die Pläne von Intendant Georges Delnon und Generalmusikdirektor Kent Nagano profiliert.

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John Neumeier (l-r), Ballettintendant und Chefchoreograph der Staatsoper Hamburg, Georges Delnon, Intendant der Staatsoper Hamburg und Kent Nagano, Generalmusikdirektor der Hamburger Staatsoper und Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, bei der Pressekonferenz zur Spielzeit 2016/2017.

Quelle: Christian Charisius

Hamburg. „In Zeiten von Umbruch, von Wertediskussion und fundamentalen gesellschaftlichen Veränderungen stellt die Staatsoper Hamburg mit Mozarts Meisterwerk die Oper in den Mittelpunkt, die sich exemplarisch mit der Würde des Menschen und der Sinnhaftigkeit des Lebens auseinandersetzt“, sagte Opernintendant Georges Delnon gestern in Hamburg. Steckels Thalia-Kollege Andreas Kriegenburg soll Die Frau ohne Schatten inszenieren – das anspruchsvoll verklausulierte Zauberflöten-Echo des Musiktheater-Traumpaares Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal.

 Dazu passt die steile weitere Planung. Während er den Mozart dem Spezialisten Jean-Christophe Spinosi überlässt, nimmt sich Kent Nagano neben der großen Strauss-Premiere das Dirigat von Alban Bergs Lulu vor – in garantiert spannungsvoller Zusammenarbeit mit der Schweizer Regiegröße Christoph Marthaler. Der ungarische Komponist Péter Eötvös soll seine Oper Senza Sangue in ihrer szenischen Uraufführung Bartóks Herzog Blaubarts Burg gegenüberstellen.

 Nagano will Mahlers Sinfonie der Tausend in der Elbphilharmonie mit der Künstlerin Rosalie visualisieren. Der spanische Regisseur Calixto Bieito kommt mit Verdis Otello aus Basel erstmals nach Hamburg.

 Ballettintendant John Neumeier will Tolstois Roman Anna Karenina choreografieren und holt seine Version von Mahlers Lied von der Erde aus Paris an die Elbe.

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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