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Kultureller Mittelpunkt auf dem Kieler Ostufer

Zehn Jahre Bunker-D Kultureller Mittelpunkt auf dem Kieler Ostufer

Viele hielten es für einen „Spleen“. Doch Klaus-Michael Heinze war von Anfang an überzeugt: „Wir schaffen das!“, meinte der Kanzler der Fachhochschule Kiel, als er Anfang der 2000er Jahre die Planungen vorstellte, den einstigen Luftschutzbunker am früheren Haupteingang der Howaldtswerke in ein Kultur- und Kommunikationszentrum zu verwandeln.

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Klaus-Michael Heinze, Kanzler der Fachhochschule, ist Initiator und Motor für das Kultur- und Kommunikationszentrum Bunker-D.

Quelle: vr: Volker Rebehn

Kiel. Er sollte Recht behalten. Eine Dekade nach der Eröffnung am 17. Oktober 2006 hat sich der Bunker Dietrichsdorf – kurz „Bunker-D“ genannt – als kultureller Mittelpunkt auf dem Kieler Ostufer etabliert.

 Ein Plan, Kreativität und viel Dynamik waren notwendig, um das ehrgeizige Vorhaben zu realisieren. Das alles brachte eine gut 50-köpfige, bunte Mischung aus Studierenden, Hochschullehrern, Handwerkern und Verwaltungsmitarbeitern sowie ein funktionierendes Netzwerk zwischen Kieler Hochschulen, Künstlern und Kulturschaffenden mit. Dieses Team entfachte in den Anfangsjahren in mindestens 5000 freiwilligen Arbeitsstunden so viel Energie, dass die Basis für das Gelingen gelegt werden konnte. Bis heute wurde das Kriegsrelikt dreimal aufwendig umgebaut. So mussten im Bunkerinneren auf allen vier Etagen bis zu einem halben Meter dicke Stahlbetonwände und -decken aufgeschnitten werden. Der Aufwand hat sich gelohnt, es entstanden 600 Quadratmeter barrierefreie Nutzfläche, Räume für Kunst, Bühne, Bar, Galerie, Café und Kino, auf vier Stockwerke verteilt. Sehr viel ehrenamtliche Arbeit und ungefähr eine Million Euro, sagt Initiator Heinze, seien in das Projekt geflossen.

 Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum des Kunst- und Kulturzentrums ist die Neugestaltung des Haupteingangs fertig geworden. Ein historisches Werftschild wurde freigelegt, zwei Bänke mit QR-Codes des Künstlers Michael Weisser sowie ein Linolschnitt der Künstlerin Karin Hilbers aufgestellt. Er zeigt eine Szene des früheren Werfteingangs mit dem gegenüberliegenden Bunker.

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