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Zehntausende Besucher beim Dockville-Festival

Hamburg Zehntausende Besucher beim Dockville-Festival

Etwa 140 internationale Bands und DJs treten auf den sechs Bühnen des Kunst- und Musikfestivals MS Dockville am Wochenende auf. Täglich kommen 20000 Besucher auf das brachliegende Hafenareal.

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Viele Besucher zogen am Wochenende übers Dockville-Festival in Hamburg.

Quelle: Axel Heimken/dpa

Hamburg. AnnenMayKantereit — diesen Bandnamen kann man sich kaum merken. Man sollte es aber. Denn die drei Kölner Newcomer waren der Höhepunkt des Dockville-Festivalwochenendes. Obwohl die Anfang-Zwanziger am späten Freitagabend parallel zu den New Yorker Headlinern Interpol auftraten, quetschte sich vor der zweitgrößten Bühne „Vorschot“ eine textsichere und tanzwütige Masse. Und diese kam auch auf ihre Kosten bei AnnenMayKantereits besonderer Mischung aus Rock, Pop, Blues und Ska. Für kollektive Gänsehaut vor der Kulisse des Hamburger Hafens sorgte Sänger Henning May in einer sternenklaren Sommernacht während der Zugabe, als er allein am Keyboard die Ballade „Barfuß am Klavier“ spielte.

May zog mit seiner rauen Power-Stimme die Feierlustigen in seinen Bann. Er wird schon als neuer Rio Reiser gefeiert. Der Bandname setzt sich aus den Gründungsmitgliedern Christopher Annen (Gitarre, Mundharmonika), Henning May (Gesang, Klavier, Akkordeon) und Severin Kantereit (Schlagzeug) zusammen. Das Trio, das sich nur eigenproduziert oder per Crowdfunding finanziert, trifft mit seinen Liedern einen Generationsnerv.

An einem speziellen, verwunschenen Ort legte der DJ-Newcomer Felix Jaehn auf. Zwischen bunt angestrahlten Bäumen trat der gebürtige Hamburger in einer Art offenen Holzscheune auf, die Bühne heißt „Nest“. Jaehn trug ein weißes T-Shirt. Schlicht für einen, der mit „Cheerleader“ einen weltweiten Chartmegaerfolg feierte und mit „Ain't Nobody (Loves Me Better)“ einen der Sommerhits gelandet hat.

Das Festival hat sich bei seiner neunten Auflage längst europaweit einen Namen gemacht. „Unsere Bilanz ist total gut. Wir freuen uns super über das Wetter“, sagte Veranstaltungssprecherin Lara Goldsworthy. Pro Tag strömten von Freitag bis Sonntag rund 20000 Besucher aufs Gelände. Zum Vergleich: Bei der Premiere 2007 waren es 5000.

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Hamburg
Foto: Auch dieses Jahr hat das Dockville-Festival viele Stars zu bieten.

Bei trockenem Wetter und sogar Sonnenschein hat am Freitagnachmittag das zehnte Dockville-Festival in Hamburg-Wilhelmsburg begonnen. Die aus Hannover stammende Popband U3000 und Fil Bo Riva, ein Wahl-Berliner mit italienischen Wurzeln und einer Reibeisenstimme, gehörten zu den Opening-Acts auf der Elbinsel.

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