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Sanierung der MuK geht weiter

Zuschuss vom Land Sanierung der MuK geht weiter

Nach langen Diskussionen hat die Lübecker Bürgerschaft sich am Donnerstagabend ein Herz genommen und Ja gesagt zur weiteren Sanierung der Musik- und Kongresshalle (MuK). Rund 15 Millionen Euro (netto) soll der zweite Bauabschnitt kosten.

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Lübecker Baustelle: Musik- und Kongresshalle.

Quelle: Konrad Bockemühl

Lübeck. Das Land hat die kommunale Entscheidung erleichtert: Aus dem Kulturministerium gab es das klare Signal, bis zu einem Drittel als Zuschuss beizusteuern. Soll heißen, das Land gibt nach zunächst zwei Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt zur Sicherung und Sanierung des Konzertsaales nun weitere fünf Millionen für Teil 2, der ab 2018 über einige Jahre gestreckt werden soll. Zwar war in der Bürgerschaft auch von „Luxussanierung“ die Rede, und von zu wenig Initiativen, weitere Drittmittel einzuwerben – letztlich erkannte eine klare Mehrheit aus SPD, CDU und GAL die Chance, das Projekt mit einem soliden Grundstock aus dem Impuls-Programm des Landes anzugehen. Dabei geht es, betonte auch MuK-Chefin Ilona Jarabek, durchaus nicht um besonderen Luxus. Vielmehr stünden Brandschutz, Barrierefreiheit, LED-Technik, Dachabdichtungen, Fassaden-Ertüchtigung und dergleichen im Vordergrund.

Unterm Strich gab sich Jarabek „sehr dankbar und froh, dass wir weiterarbeiten können“. Erstmal wird die Wiedereröffnung des sanierten Konzertsaales auf gründlich aufgearbeitetem Gestühl gebührend gefeiert: Am 21. April heißt es „Der Norden singt“ – eine ganze Stadt soll den sanierten Saal „einsingen“, bevor dann tags darauf Paul Panzer ans Werk geht und am 6. Mai auch ganz offiziell die Wiedereröffnung mit Ministerpräsident und philharmonischer Musik ansteht.

Die Nachricht aus Lübeck ist geeignet, für Optimismus auch in Kiel zu sorgen. Weil das Land die Gleichbehandlung beider Städte stetig propagiert, dürfte nun auch ein solider Grundstock für die hiesige Konzertsaal-Sanierung (Brutto-Gesamtkosten rund 24,4 Millionen Euro) einzuplanen sein. Am kommenden Dienstag befasst sich das Kabinett mit dem Thema – und hat dafür nicht nur Lübeck um konkrete Beschlüsse und Konzepte angefragt.

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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