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Hafencity dehnt sich nach Osten aus

15 Jahre nach Spatenstich Hafencity dehnt sich nach Osten aus

Vor 15 Jahren war die Hafencity noch ein abgewirtschaftetes Hafenareal, heute stehen im westlichen Viertel Wohn- und Büroblocks dicht an dicht. Die Elbphilharmonie ist vor der Vollendung. Bagger- und Bauarbeiten werden das Viertel jedoch weiterhin prägen.

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Vor 15 Jahren war die Hafencity noch ein abgewirtschaftetes Hafenareal, heute stehen im westlichen Viertel Wohn- und Büroblocks dicht an dicht.

Quelle: Christian Charisius/dpa

Hamburg. 15 Jahre nach dem ersten Spatenstich in Hamburgs Stadtteil Hafencity ist der östliche Teil noch eine große Baufläche. Doch auch im Westen müssen Arbeiten noch zum Abschluss gebracht werden — beispielsweise an und in der weithin sichtbaren Elbphilharmonie. 2016 und 2017 werde sich die Hafencity mit großer Dynamik weiter entwickeln, kündigte die städtische Managementgesellschaft Hafencity GmbH an.

„Von den letzten Lücken für hochbauliche Vorhaben im Westen bis hin zu den großen Infrastrukturmaßnahmen im Osten: Es ist deutlich spürbar, dass sich die neuen Quartiere an der Elbe im hohen Tempo auf ihren Abschluss an den Elbbrücken zu bewegen“, teilte Hafencity-Chef Prof. Jürgen Bruns-Berentelg unlängst mit. Er will am Donnerstag (11.00 Uhr) die Entwicklung in diesem Jahr erläutern.

Im jüngsten Hamburger Stadtteil sind nach Angaben der Entwicklungsgesellschaft 57 Projekte fertiggestellt, weitere 50 Vorhaben sind in Bau oder Planung (Stand: Oktober 2015). Mehr als 1500 Wohnungen wurden demnach geschaffen. Nach Angaben des Statistikamtes Nord leben rund 2100 Menschen in dem Stadtteil, 1,8 Millionen sind es insgesamt in der Hansestadt. Der Anteil der Haushalte mit Kindern liegt bei 16,9 Prozent, in der Hansestadt beträgt er 17,5 Prozent. Auch der Anteil der Single-Haushalte liegt mit 46,6 Prozent unter dem gesamtstädtischen Niveau (54,3 Prozent).

500 Firmen in der Hafencity

Dass täglich viele Menschen dorthin pendeln, liegt an den Arbeitsangeboten. Mehr als 500 Firmen haben sich in der Hafencity niedergelassen — darunter Unilever, Germanischer Lloyd, Kühne Logistics, BP, Hanjin Shipping, Greenpeace und der Spiegel-Verlag. Der Flughafen-Händler Gebr. Heinemann („Travel Value“) baut seinen Standort derzeit aus, der Mineralölhändler Marquard & Bahls steht vor dem Umzug von 700 Arbeitsplätzen in seine neue Zentrale.

Direkt an der Elbe hat die Hafencity Universität für Baukunst und Metropolentwicklung ihre Heimat, durch einen der beiden U-Bahn-Stationen des Viertels haben die Studenten kurze Wege. Die Linie U4 wird derzeit bis zu den Elbbrücken verlängert, der östlichen Zufahrt in die Hansestadt.

Als Scharnier zwischen West und Ost soll sich im mittleren Überseequartier der Hafencity das kommerzielle Zentrum des Stadtteils entfalten — mit Einzelhandel, Dienstleistern, Gastronomie und Hotellerie. Das französische Immobilienunternehmen Unibail-Rodamco steckt rund 860 Millionen Euro in die Entwicklung der südlichen Wasserfront, die Einzelhandel, Wohnungen, Büros, Hotel und Kreuzfahrtterminal vereinen wird und mit einem markanten 70 Meter hohen Gebäude des französischen Architekten Christian de Portzamparc abgeschlossen werden soll. Nach voraussichtlichem Baubeginn Anfang 2017 könnten hier zentrale Flächen vier Jahre später fertig sein. Eine breite Promenade soll dann dort zum Flanieren einladen.

Unterdessen bekommt auch der östliche Baakenhafen Konturen. Auf der künstlich angelegten Halbinsel soll bis 2021 ebenfalls ein Wohn-, Arbeits- und Freizeitquartier entwickelt werden. Zuvor wird in diesem Sommer der Lohsepark eröffnet. In und an der Grünanlage erinnert der Gedenkort „Denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ an die Deportation von mindestens 7692 Juden, Sinti und Roma, die zwischen 1940 und 1945 von dem damaligen Bahnhof aus ins KZ transportiert wurden.

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Ein Artikel von
Deutsche Presse-Agentur dpa

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