11 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
„Strandgut“ punktet auf dem Teller

Lübeck-Travemünde „Strandgut“ punktet auf dem Teller

Auch ein origineller Name bringt Punkte beim Kochwettbewerb um das beste „Ostseegericht“ des Jahres. Deshalb hatten sich die 17 Teams aus Gastronomiebetrieben von Fehmarn über Eutin bis Travemünde sowie zwei Gast-Kochmannschaften aus Dänemark auch in dieser Hinsicht wieder einiges einfallen lassen.

Voriger Artikel
Stühlerücken in den Holstenhallen
Nächster Artikel
Trotz Kritik: Schavan erhält Ehrendoktorwürde der Uni Lübeck

André Lemke (li.) und Danilo Schiele vom Hotel Kieler Yachtclub bildeten mit ihrem „Förde Focaccia“ mit Fleisch vom Holsteiner Rind die große Ausnahme in dem von Fischgerichten dominierten Kochwettstreit.

Quelle: Sabine Spatzek

Lübeck. „Listiger Lachs“, „Der reitende Holsteiner“ oder „Gestrandeter Überläufer“ hießen einige der Kreationen, die bei der 32. Ausgabe des vom Kreisverband Ostholstein im Dehoga (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) und dem Verein Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT) veranstalteten Wettbewerbs in Travemünde serviert wurden.

 Wäre die Nachfrage bei den Saalgästen des Wettbewerbs ausschlaggebend gewesen, dann hätten André Lemke und Danilo Schiele (beide 28) vom Hotel Kieler Yachtclub allerbeste Chancen gehabt. Mit ihrem „Förde Focaccia“ mit Fleisch vom Holsteiner Rind bildeten sie die große Ausnahme in dem traditionell von Fischgerichten dominierten Kochwettstreit. „Wir wollten mal etwas anderes versuchen und sind auf Risiko gegangen“, so die Kieler. Vorgegeben sind der Betrag für den Wareneinsatz ebenso wie der Verkaufspreis von 14,50 Euro, zu dem alle „Ostseegerichte“ bis Ende Oktober angeboten werden. Mindestens zu 60 Prozent müssen regionale oder landestypische Produkte verwendet werden.

 „Es war viel Arbeit, hat aber auch Spaß gemacht und ist auf jeden Fall eine tolle Werbung“, zeigten sich die Kieler sportlich, als das Ergebnis bekannt gegeben wurde: Die Fachjury sah nach einem anonymen Probeessen die Komposition „Strandgut“ des Maritim Seehotel in Timmendorfer Strand auf dem ersten Platz – den Sieg erkochten sich Mirco Ebers und Maik Eisenberg mit einem Kabeljaufilet im Gurkenmantel an Kerbelbutter auf Linsengemüse mit gefüllten Kartoffeln und Apfelragout. Auf Platz zwei und drei folgten „Tag am Meer“ (Grömitz) und „Seeprinzessin am Turm“ (Bad Schwartau).

 Dem von NDR-Mann Malte Andresen launig moderierten Abend waren bereits Kochwettbewerbe auf lokaler Ebene vorausgegangen. Nach Dehoga-Angaben werden jedes Jahr in allen teilnehmenden Restaurants zusammen weit über 200000 „Ostseegerichte“ verkauft. „Ein Knüller auf der Speisekarte“, wie Ostholsteins Landrat Reinhard Sager feststellte. sas

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)