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Am Uni-Klinikum in Kiel kein "Keim-Patient" mehr

Krankenhäuser Am Uni-Klinikum in Kiel kein "Keim-Patient" mehr

Am Universitätsklinikum in Kiel befindet sich nach Klinikangaben kein Patient mehr, der den multiresistenten Keim Acinetobacter baumannii trägt. Wie das Klinikum mitteilte, starb am Dienstag ein Intensivpatient an seiner schweren Erkrankung.

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In Kiel trägt kein Patient mehr den multiresistenten Keim in sich.

Quelle: Carsten Rehder/Archiv

Kiel. Der Nachweis des Keims stehe aber in keinem Zusammenhang mit der Todesursache.

Seit Dezember war am Campus Kiel bei 31 Patienten der Keim nachgewiesen worden. 16 starben an ihren schweren Grunderkrankungen. Bei drei weiteren konnte ein Zusammenhang zwischen Todesursache und Keimnachweis nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden. Zwölf Patienten wurden nach Hause oder in Reha-Einrichtungen entlassen.

Als Konsequenz aus dem Auftreten des Keims, der gegen fast alle Antibiotika resistent ist, beschloss die Landesregierung im Februar ein Maßnahmenpaket. So soll im Frühjahr 2016 eine neue Intensivstation mit zwölf Betten in Betrieb genommen werden. Das Auftreten des Keims verursachte dem Klinikum nach dessen Angaben finanzielle Verluste in Höhe von rund sechs Millionen Euro. Unter anderem mussten Stationen gesperrt werden. Der Befall der Patienten in Kiel mit dem Keim geht nach wissenschaftlichen Analysen auf einen Türkei-Urlauber zurück. Er wurde nach einem Unfall zunächst in einer Klinik in der Türkei behandelt und kam im Dezember nach Kiel.

dpa

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