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Fehmarn-Tunnel Anschub von ganz oben

Für den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels ist Dienstag ein entscheidender Tag. Das dänische Parlament will das Baugesetz für den Tunnel endgültig beschließen. Pünktlich zu diesem Ereignis reist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf Einladung der dänischen Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt nach Kopenhagen.

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Bei dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Kopenhagen am Dienstag will Dänemarks Ministerpräsidentin den geplanten Fehmarnbelt-Tunnel zur Sprache bringen.

Quelle: Britta Pedersen/dpa

Berlin/Kopenhagen. Herausragendes Thema des Treffens ist das Milliardenprojekt, das die Dänen nun zügig in Angriff nehmen wollen. Merkel hat Dänemark zuletzt 2006 offiziell besucht.

Als Thorning-Schmidt Ende März Merkels Besuch ankündigte, strich sie die Bedeutung der Querung für ihr Land noch einmal heraus. „Ich werde der Kanzlerin berichten, wie sehr uns dieses Projekt begeistert.“ Der einschließlich beider Rampen 18,2 Kilometer lange Tunnel hatte zuletzt auch in Dänemark wegen gestiegener Kostenschätzungen für Schlagzeilen gesorgt. An der breiten politischen Unterstützung hat sich aber nichts geändert. Bis auf die äußerste Linke stehen alle politischen Parteien hinter dem über sieben Milliarden Euro teurem Tunnelprojekt. Das gilt ebenso für die breite Mehrheit der Bevölkerung. Einwände gegen das Planungsverfahren gab es kaum. Bedenken und Ablehnung regen sich nur auf deutscher Seite, weshalb den Dänen ein ausdrückliches Bekenntnis der Kanzlerin wichtig ist.

Merkel wird sie nicht enttäuschen. Die Verkehrsminister beider Länder, der Sozialdemokrat Magnus Heunicke und Alexander Dobrindt (CSU), bekräftigten gestern in einer gemeinsamen Erklärung die Bedeutung der Verbindung als transeuropäische Achse: „Wir stehen zu unserer Vereinbarung, dieses wichtige Verkehrsprojekt gemeinsam zum Erfolg zu bringen.“ Als gute Nachbarn arbeiteten Deutschland und Dänemark seit vielen Jahren sehr erfolgreich zusammen.

Für Sozialdemokratin Thorning-Schmidt ist die Visite der christdemokratischen Kollegin ein Coup. Dänemark steht vor Neuwahlen – und Merkel genießt in dem Nachbarland hohes Ansehen. Dass die mächtige Deutsche der seit Oktober 2011 in Kopenhagen regierenden Ministerpräsidentin die Aufwartung macht, dürfte dieser im Wahlkampf helfen, auch wenn er offiziell noch nicht angelaufen ist. Merkel und Thorning-Schmidt wird ein gutes Verhältnis nachgesagt, obwohl sie unterschiedlichen Parteifamilien angehören.

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