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Angst vor Ebola: Flüchtlinge blockierten in Hamburg Straßenkreuzung

Notfälle Angst vor Ebola: Flüchtlinge blockierten in Hamburg Straßenkreuzung

Ein Feuerwehreinsatz in einer Hamburger Flüchtlingsunterkunft hat unter den Bewohnern Angst vor einem möglichen Ebola-Fall ausgelöst und zu Protesten geführt.

Hamburg. Die sechs Feuerwehrleute sollten in der Nacht zum Freitag einen unter Fieber, Kopfschmerzen und Unwohlsein leidenden Bewohner ins Krankenhaus bringen, wie Feuerwehrsprecher Manfred Stahl berichtete. Da ein Mitbewohner mitgeteilt hatte, der Nachbar des Kranken liege bereits mit einer ansteckenden Krankheit in der Isolierstation einer Klinik, waren die Feuerwehrleute mit dem in solchen Fällen üblichen Vollschutz im Einsatz.

Die Bewohner regierten mit großer Verunsicherung, rund 100 von ihnen blockierten nach Angaben der Polizei für rund eine Stunde eine Verkehrskreuzung vor dem Heim in Bahrenfeld. Schließlich habe die Leiterin der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber die Lage mit Hilfe eines Dolmetschers beruhigen können, hieß es. Der Verdacht auf eine Ebola-Erkrankung bestätigte sich nicht.

Der Einsatz mit Schutzanzügen sei für die Feuerwehr bei Verdacht auf ansteckende Krankheiten Standard, betonte Stahl. "Für Menschen, die das nicht kennen, ist das ungewöhnlich und vielleicht auch beängstigend." Er betonte, dass es neben Ebola aber auch noch andere ansteckende Krankheiten gebe, die solche Schutzmaßnahmen erforderten.

dpa

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