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Arzneimittel-Ausgaben im Norden auf Rekordhoch

Arzneimittel Arzneimittel-Ausgaben im Norden auf Rekordhoch

Die Ausgaben für Arzneimittel sind im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Die niedergelassenen Ärzte verordneten nach AOK-Angaben vom Dienstag für die 2,4 Millionen gesetzlich Versicherten Medikamente im Wert von gut 1,2 Milliarden Euro.

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Tabletten liegen in einem Glas.

Quelle: Friso Gentsch/Archiv

Kiel. Das waren 45 Millionen Euro oder 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. 25,1 Millionen Packungen wurden verordnet. Im Schnitt bekam jeder gesetzlich Versicherte Arzneimittel für über 501 Euro verschrieben. Im Bundesmittel waren es 83 Euro mehr.

"Besonders die Preise neuer patentgeschützter Arzneimittel treiben die Kosten in die Höhe", sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Nordwest, Tom Ackermann. "Das Problem der freien Preisbildung im ersten Jahr nach der Markteinführung verführt die Pharmafirmen dazu, Mondpreise zu verlangen." Der Ausgabenanstieg habe sich verlangsamt, ein Grund für eine Entwarnung sei das aber nicht. Ohne politische Eingriffe würden die Ausgaben für die Gesetzliche Krankenversicherung in kurzer Zeit aus dem Ruder laufen und die finanzielle Stabilität des Sozialsystems gefährdet. "Es kann nicht sein, dass Arzneien zu beliebigen Preisen neu eingeführt werden dürfen und erst nach einem Jahr über eine Preissenkung verhandelt wird", monierte Ackermann.

dpa

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