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Ausgaben für Arzneimittel in neuer Rekordhöhe

Arzneimittel Ausgaben für Arzneimittel in neuer Rekordhöhe

Die Medikamentenkosten sind in Schleswig-Holstein auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Die niedergelassenen Ärzte im Land verordneten im ersten Halbjahr für die rund 2,4 Millionen gesetzlich Versicherten Arzneien im Wert von fast 600 Millionen Euro, teilte die AOK Nordwest am Freitag mit.

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Die Medikamentenkosten sind auf einen neuen Rekordwert gestiegen.

Quelle: Daniel Reinhardt/Archiv

Kiel. Dies waren über 20 Millionen Euro mehr als in der ersten Hälfte des Vorjahres. Der Anstieg betrug damit 3,7 Prozent. Im Durchschnitt bekam jeder gesetzlich Versicherte im Land Arzneimittel für 246 Euro verordnet.

"Ursache für den erneuten Kostenanstieg ist die Hochpreispolitik der Pharmaindustrie bei vielen neuen patentgeschützten Produkten", sagte der AOK-Vorstandsvorsitzende Martin Litsch. Preistreiber sei vor allem die starke Verteuerung der Therapie mit patentgeschützten Arzneimitteln. "Gutes Beispiel sind die neuartigen Hepatitis-C-Präparate, neue Krebsmedikamente, aber auch eine Reihe von angekündigten Innovationen zur dringend benötigten Behandlung von Demenz", sagte Litsch. Trotz des hohen Aufwandes für Forschung und Entwicklung seien die Preise unangemessen hoch. Das Solidarsystem der Gesetzlichen Krankenversicherung werde damit über alle Maßen belastet. Litsch verlangte faire Preise.

dpa

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