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Ausstellung "Rungholt. rätselhaft und widersprüchlich"

Museen Ausstellung "Rungholt. rätselhaft und widersprüchlich"

Im NordseeMuseum Husum ist am Sonntag die Ausstellung "Rungholt. rätselhaft und widersprüchlich" eröffnet worden. Die Ausstellung präsentiert unter anderem die forensische Gesichtsrekonstruktion eines Rungholters.

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Tanja Brümmer steht an einem Modell der Siedlung Rungholt.

Quelle: Carsten Rehder/Archiv

Husum. "Der Mythos, die Sage bekommt damit ein Gesicht. Ein Gesicht, das uns daran erinnert, dass es sich um menschliche Schicksale handelt", sagte Kulturministerin Anke Spoorendonk (SSW) in einem Grußwort. Rungholt war im ausgehenden Mittelalter eine Siedlung im Wattenmeer nahe der Hallig Südfall. Schätzungsweise 500 bis 1000 Einwohner lebten dort bis zur Zerstörung durch eine verheerende Sturmflut. 

"Kaum ein anderes Ereignis in der Geschichte des Landes Schleswig-Holstein - vielleicht ganz Nordeuropas - ist ähnlich mit Mythen behaftet, wie der Untergang der reichen Stadt Rungholt bei der "ersten groten Mandränke", der schweren Sturmflut von 1362", sagte Spoorendonk. Die Ausstellung zeige, dass die Spurensuche in unserer Geschichte eine spannende Forschungsdisziplin ist, "in der man auch mit Hilfe von Molekularbiologie und Rechtsmedizin neue Erkenntnisse gewinnt".

Ziel der bis zum 29. Januar 2017 laufenden Ausstellung sei es, Realität, Mythos und Forschungsergebnisse zugänglich zu machen, sagte Museumsdirektor Uwe Haupenthal. 

dpa

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