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Hamburg: Fahrfehler beider Schiffsführer zeichnen sich ab

Barkassen-Schlepper-Unfall Hamburg: Fahrfehler beider Schiffsführer zeichnen sich ab

Nach einer Schiffskollision auf der Elbe müssen mehr als ein Dutzend verletzte Fahrgäste ins Krankenhaus. Am Tag danach haben die Ermittler erste Erkenntnisse zum Unfallgeschehen.

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Nach dem Barkassen-Unglück in Hamburg ermitteln die Sachverständigen, ob ein Fahrfehler die Ursache war.

Quelle: Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg. Nach dem schweren Unglück im Hamburger Hafen mit zahlreichen Verletzten werfen die Ermittler beiden Schiffsführern Fehler vor. Der 51 Jahre alter Barkassen-Lenker steht im Verdacht, am Dienstag die Vorfahrt missachtet zu haben, teilte die Hamburger Polizei am Mittwoch nach Erkenntnissen aus ausgewerteten Radarbildern mit. Der 43 Jahre alte Schlepperführer soll beim Überholen eines anderen Schiffes die Sorgfaltspflichten nicht beachtet haben. Daher müsse beiden Männern vorgeworfen werden, für den Unfall verantwortlich zu sein. Technische Defekte an beiden Fahrzeugen hatten die Ermittler bereits ausgeschlossen.

Nach aktuellen Erkenntnissen kam die Rundfahrtbarkasse „Irma 2“ mit 36 Rentnern an Bord von den Landungsbrücken und kollidierte elbabwärts in Höhe eines Werftdocks mit dem Schlepper „Jörn“. Dieser kam aus einem Hafenarm und fuhr in Gegenrichtung elbaufwärts. In der Regel gilt auf der Elbe wie im Straßenverkehr ein Rechtsfahrgebot.

Polizei aktualisiert: 25 Verletzte, 13 ins Krankenhaus

Nach aktualisierten Zahlen der Polizei wurden von den 36 Ausflüglern 25 verletzt, 13 kamen ins Krankenhaus. Auch der Barkassenführer musste nach Angaben der Feuerwehr verletzt in eine Klinik gebracht werden. Sie hatte zunächst von sechs Schwerverletzten berichtet und war von mehr als 36 Menschen an Bord ausgegangen. Die Verletzten trugen unter anderem Gesichtsverletzungen, Gehirnerschütterungen, Schürfwunden und Prellungen davon.

An beiden Schiffen entstand nach Polizeiangaben beträchtlicher Schaden, sie waren jedoch noch schwimmfähig. Nach der Kollision war das Ausflugsschiff von dem Schlepper an einen Anleger in St. Pauli gezogen worden, wo die Ausflügler von Notärzten und Rettungskräften versorgt wurden. Die „Irma 2“ wurde von einer anderen Barkasse in eine Werft geschleppt. Die „Jörn“ konnte selbstständig zum Liegeplatz im Hansa-Hafen fahren.

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Unfälle
Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr am Fischmarkt im Hafen von Hamburg.

Bei dem schweren Schiffsunglück im Hamburger Hafen ist auch der Barkassen-Führer verletzt worden. Er sei ins Krankenhaus gekommen, teilte ein Feuerwehr-Sprecher am Mittwoch mit.

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