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Zu wenig Platz für Rettungsgasse

Baustellen auf A7 Zu wenig Platz für Rettungsgasse

Vor Beginn der ersten großen Reisewelle zu Pfingsten ist im Norden eine Sicherheitsdiskussion um den Ausbau der Autobahn 7 entbrannt. Auslöser ist ein Motorradunfall am vergangenen Wochenende. Weil sich sofort der Verkehr staute, war es den Rettern nur mit Mühe und nur mit erheblicher Zeitverzögerung gelungen, zur Unfallstelle im Baustellenbereich zu gelangen.

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„Nördlich von Bad Bramstedt verlaufen zurzeit alle vier Spuren auf der Fahrbahn in Richtung Flensburg, so dass Stand- und Seitenstreifen nicht zur Verfügung stehen und Autofahrer im Fall der Fälle keine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge bilden können“, sagte Holger Gebauer, Kreiswehrführer in Segeberg.

Quelle: hfr

Kiel. Ein Rettungskonzept soll jetzt das Risiko verringern.

Bis 2018 wird die Autobahn von vier auf sechs Spuren erweitert, die Trasse gleicht einer Großbaustelle – mit erheblichen Problemen für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. „Nördlich von Bad Bramstedt verlaufen zurzeit alle vier Spuren auf der Fahrbahn in Richtung Flensburg, so dass Stand- und Seitenstreifen nicht zur Verfügung stehen und Autofahrer im Fall der Fälle keine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge bilden können“, sagte Holger Gebauer, Kreiswehrführer in Segeberg.

Ein Engpass, der am vergangenen Wochenende erstmals zum akuten Problem für die Helfer geworden ist. In Höhe Bordesholm war ein Motorradfahrer verunglückt. Doch für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gab es von Süden her kein Durchkommen. „Glücklicherweise war ein Rettungssanitäter des privaten KBA-Rettungsdienstes aus Norderstedt mit seinem Einsatzmotorrad in der Nähe und konnte den Verletzten versorgen, bis Einsatzkräfte aus nördlicher Richtung eintrafen “, erklärte Gebauer.

Um die Gefahr zu entschärfen, werden jetzt Einsatzkräfte sowohl nördlich als auch südlich einer Unfallstelle alarmiert – in der Hoffnung, dass einer der beiden Züge zeitnah am Einsatzort eintreffen kann. „Laut A7-Alarmplan wird notfalls die Gegenfahrbahn für den normalen Verkehr gesperrt“, erläuterte Peter Casper Hamel vom Baukonsortium „Via Solutions Nord“. Auch die eigentlichen Baustellenbereiche sollen – wenn möglich – von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten genutzt werden können. Verstärkt sollen Einsatzkräfte auf Motorradrädern auf der A7 unterwegs sein. Neben Feuerwehr und KBA will auch die Landespolizei Zweiradstreifen einsetzen.

Grundsätzlich sind mehr Polizeifahrzeuge unterwegs, um im Fall der Fälle frühzeitig den Verkehr lenken zu können, sagte Silke Tobies vom Landespolizeiamt. „Überdies werden wir in allen Bereichen schauen, wie wir auch mit schweren Einsatzfahrzeugen schnell über Wirtschaftswege, durch Wälder und über Felder an die einzelnen A7-Abschnitte gelangen können“, kündigte Segebergs Feuerwehrchef an. Für Gebauer und seine Kollegen geht es nicht nur darum, Verletzten schnell helfen zu können. Für Rettungsdienste gelten gesetzlich vorgeschriebene Fristen, binnen denen sie am Einsatzort sein müssen. Andernfalls drohen rechtliche Konsequenzen.

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In den kommenden drei Jahren heißt es Daumendrücken! Für Feuerwehren, Rettungsdienste und Polizei, dass sie bei Unfällen auf der Autobahn 7 stets rechtzeitig vor Ort sein können, um möglichen Opfern Hilfe zu leisten und um Schlimmeres zu verhindern.

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