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Die "Glory Amsterdam" ist frei

Bergung vor Langeoog Die "Glory Amsterdam" ist frei

Der vor Langeoog gestrandete Frachter "Glory Amsterdam" ist wieder frei. Mit den vereinten 41000 PS zogen die beiden Schlepper die "Glory Amsterdam" ab 6 Uhr langsam von der Sandbank.

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Die Schlepper haben die "Glory Amsterdam" in tieferes Wasser gezogen.

Langeoog. Gleich der erste Versuch am Donnerstagmorgen klappte. Das 225 Meter lange Schiff wurde zunächst von der Insel Langeoog weg in tieferes Wasser gebracht, wo drei kleinere Schlepper den Frachter übernehmen und in einen Hafen ziehen sollen.

"Das war eine sehr gute Zusammenarbeit", lobte Hans-Werner Monsees, Leiter des Havariekommandos. Im Laufe der Nacht hatten die Berger 18000 der 22000 Tonnen Ballastwasser aus den Tanks abgepumpt und so das Schiff geleichtert. Danach hatte das Havariekommando dem Berger mit der Morgendämmerung grünes Licht gegeben. "Das Schiff kam dann sehr sofort frei. Die Bergung ist sehr gut gelaufen", so Monsees.

Die "Glory Amsterdam" wird jetzt nach Wilhelmshaven geschleppt. "Dort werden Taucher das Schiff untersuchen, und dann wird entschieden, in welche Werft der Frachter fährt", so Monsees weiter. Bei der Havarie hat das Ruderblatt einen Schaden erlitten. Deshalb wird der Frachter auch nicht aus eigener Kraft nach Wilhelmshaven fahren. 

"Das hat alles sehr gut funktioniert. Wir kennen uns jetzt ja auch schon aus anderen Einsätzen", so Monsees. Smit Salvage hatte 2016 in der Elbe auch das festgefahrene Containerschiff "CSCL Indian Ocean" befreit. Damals war auch der Schlepper "Union Manta" mit dabei.                                   

Die "Glory Amsterdam" war am Sonntagabend im schweren Sturm vor Langeoog durch Sturmböen auf den Strand gedrückt worden. Das Spezialunternehmens hatte am Dienstag aus Aberdeen und Esbjerg die Schlepper "Fairmount Summit" und "Union Manta" zu dem Havaristen kommen lassen. Die beiden Kraftpakete  wurden für die Bergung mit speziellen Leinen ausgestattet und hatten am Mittwochabend an dem Havaristen festgemacht.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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