21 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Berichte: Ermittler stellen Suche nach Reemtsma-Lösegeld ein

Kriminalität Berichte: Ermittler stellen Suche nach Reemtsma-Lösegeld ein

20 Jahre nach der Entführung des Hamburger Multimillionärs Jan Philipp Reemtsma suchen die Ermittler Medienberichten zufolge nicht mehr nach dem Lösegeld. "Der Verbleib der verschwundenen Lösegeld-Millionen wurde von uns restlos aufgeklärt", sagte Claus Martin Berger, Sprecher der Wiesbadener Sicherheitsfirma Espo, die mit dem Fall betraut war, der "Bild".

Voriger Artikel
Versuchte Überfälle: Täter scheitern an Kassierinnen
Nächster Artikel
Vor Bundesligaspiel: Polizei setzt Berliner Hooligans fest

Jan Philipp Reemtsma im Jahr 2015.

Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv

Berlin. Die "Welt am Sonntag" ("WamS") schrieb unter Berufung auf Espo und das Landeskriminalamt Hamburg, die Ermittler gingen nicht mehr davon aus, noch Bargeld aus der Entführung zu finden. Das sei inzwischen bei den Komplizen und Helfershelfern versickert; ein Großteil sei für Geldwäsche ausgegeben worden. 1996 hatten die Reemtsma-Entführer 15 Millionen D-Mark und 12,5 Millionen Schweizer Franken erbeutet.

Wie beide Medien übereinstimmend berichteten, hatten die Ermittler auf einen Schlag gut 459 000 US-Dollar in einem Schließfach in Uruguay sichergestellt. Dabei habe es sich um Teile des Lösegelds gehandelt, das illegal in Dollar umgetauscht - also gewaschen - wurde. Dies sei bereits 2013 geschehen, schrieb die "WamS". In den Jahren zuvor waren den Ermittlern ebenfalls einige Hunderttausend Dollar in die Hände gefallen.

Laut "Bild" hatten Ermittler weitere Reste des Lösegelds in zwei Plastiktonnen gefunden, die entlang der Autobahn A3 vergraben gewesen seien. Wann diese Tonnen gefunden wurden und wie viel Geld in ihnen versteckt war, wurde nicht berichtet. Außerdem ist weiter unklar, wie viel Geld insgesamt von den Ermittlern über die Jahre sichergestellt wurde und wie viel die Familie Reemtsma zurückerhalten hat.

Jan Philipp Reemtsma - heute 63 Jahre alt - war 1996 in einem Verlies in Garlstedt bei Bremen 33 Tage festgehalten worden. Nach der Zahlung des Lösegeldes wurde er freigelassen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

KN-KSV-Liveticker

Verfolgen Sie alle Spiele von Holstein Kiel im KN-KSV-Liveticker.

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Norddeutschland 2/3